Thailands Regierung geht auf Opposition zu

Nach den tagelangen Protesten in Thailand hat die Regierung dem umstrittenen Amnestie-Gesetz eine Absage erteilt.

In Thailand hat die Regierung der Opposition ein Zugeständnis gemacht. Sie hat das umstrittene Amnestie-Gesetz gekippt, welches den Volkszorn weckte und tagelange Proteste auslöste.

Das Gesetz hätte dem im Exil lebenden Ex-Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra die Rückkehr ins Land ermöglicht. Laut der Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra sei die Vorlage definitiv vom Tisch. Gleichzeitig schloss sie eine Rückkehr ihres Bruders in die Politik aus. Dieser wurde 2006 vom Militär gestürzt und wegen Korruption verurteilt.

Weitere Proteste angekündigt

Die Regierungsgegner, welche mehrheitlich aus der thailändischen Mittelschicht stammen, wollen seit über zehn Jahren die Dominanz der Familie Shinawatra brechen.

Die Proteste der vergangenen Tage sind wegen des Geburtstages des thailändischen Königs abgeflaut. Der Anführer der Protestbewegung, Suthep Thaugsuban, kündigte aber erneute Demonstrationen für den kommenden Montag an.

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • Thailand feiert Geburtstag von König

    Aus Tagesschau vom 5.12.2013

    Inmitten der Konfrontation zwischen Regierung und Opposition hat Thailands König Bhumibol Adulyadej die Bevölkerung zu Ruhe und Zusammenhalt aufgerufen. Während der Feiern zu seinem 86. Geburtstag blieb es ruhig in Bangkok.

  • Massenproteste in Thailand

    Aus Tagesschau vom 25.11.2013

    Thailand erlebt die grösste Protestwelle seit den blutigen Unruhen im Jahre 2010. Regierungsgegner haben in Bangkok zu einer Grosskundgebung aufgerufen. Zehntausende von Demonstranten fordern den Rücktritt von Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra.