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Gestrandet in der Ostsee Buckelwal «Timmy» schwimmt – verharrt dann aber wieder

  • Der an der Ostseeküste gestrandete Buckelwal schwimmt wieder.
  • Auf Livestreams im Internet war kurz nach 7 Uhr zu erkennen, wie er mehrfach die Richtung änderte.
  • Nach rund zwei Stunden stoppte das Tier jedoch wieder.

Zuvor war von Booten aus versucht worden, «Timmy» gezielt in Richtung offene Ostsee zu lenken - ohne Erfolg. «Der ist weiter in die Bucht geschwommen», sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei. Kurz vor zehn Uhr war auf Livestreams zu sehen, wie das Tier in der Nähe von Fahrwassertonnen zu liegen scheint. Die Begleitboote halten derzeit Abstand.

Rettungsboote auf einem See vor Häusern in der Ferne.
Legende: Am frühen Montagmorgen herrschte in der Wismarbucht zunächst starker Wellengang. REUTERS/Annegret Hilse

Der Meeressäuger war am Morgen losgeschwommen. Er wechselte mehrfach die Richtung – mit Kirchdorf am Ende der Bucht auf der einen und dem Weg in die Ostsee auf der anderen Seite. Letztlich schwamm er geleitet von den Booten anhaltend in die richtige Richtung – bis zum Stopp am Ende der Kirchsee genannten Bucht.

Ein Sprecher des Schweriner Umweltministeriums sagte, nach seinem Wissen ist auch der Ausgang des Kirchsees teils sehr flach. Der Wal müsste demnach einen Bogen schwimmen, um gut herauszukommen. Das Fahrwasser sei etwa zweieinhalb bis drei Meter tief. Ansonsten sei die Bucht etwa zwischen 90 Zentimeter und 1.10 Meter tief.

Rettungsversuch mit Pontons – Begleitschutz als «Plan B»

Die Vertreter der Rettungsinitiative auf Poel sahen sich zuletzt auf sehr gutem Weg und im Zeitplan. Sie schlossen am Sonntag nicht aus, dass sich der rund zwölf Meter lange Meeressäuger aus eigener Kraft freischwimme. In diesem Fall greife «Plan B».

«Das heisst, die DLRG-Boote sind auf Stand-by, dass für den Fall, dass er losschwimmt, wir ihn dann geleiten können. Und es ist sichergestellt, dass wir ihn dann auch bis in die Nordsee und dann über die Nordsee in den Atlantik leiten können», sagte Rechtsanwältin Constanze von der Meden von der privaten Rettungsinitiative.

Ein Finanzier der Aktion, der Mediamarkt-Mitgründer Walter Gunz, zeigte sich pessimistischer. Der Wal registriere vollumfänglich, dass er völlig frei sei. Daher sei die Frage, «ob sich dieser Wal noch geleiten lässt». 

Seit dem 31. März in der Wismarbucht

Bislang geplant war, dass unter den Wal eine zwischen Pontons – also schwimmenden Plattformen – befestigte Plane geführt wird. Damit soll er aus dem flachen Bereich geborgen und später Richtung Nordsee gebracht werden. Die Pontons sollen dazu von einem Schlepper an einer langen Leine gezogen werden. Die Netzplane, auf der das Tier zwischen Pontons in die Nordsee und in den Atlantik transportiert werden soll, war nach Behördenangaben bereits im Wasser.

Teil eines Wals im Wasser sichtbar.
Legende: Messungen des Umweltministeriums zufolge ist der Buckelwal 12.35 Meter lang, 3.20 Meter breit und 1.60 Meter hoch. Der geschwächte Wal liegt bereits seit 20 Tagen in der Wismarbucht vor der Insel Poel. (bild: 27.03.26) KEYSTONE/DPA/Marcus Brandt

Zwischen dem Hafen in Kirchdorf und dem vor der Insel Poel liegenden Wal waren zuletzt DLRG-Boote unterwegs, die auch zur Sicherung des Einsatzpersonals vor Ort waren.

Seit Anfang März war der Wal den Angaben zufolge immer wieder an der Ostseeküste aufgetaucht, zunächst im Hafen von Wismar, später in der Lübecker Bucht und an der Küste bei Steinbeck (Kreis Nordwestmecklenburg). Das Tier hatte sich demnach wiederholt in Netzen verfangen. Einsatzkräfte und Meeresschützer der Organisation Sea Shepherd hatten es von einem Teil des Materials befreit. Mehrfach lag der Wal fest.

SRF 4 News, 17.04.2026, 5 Uhr ; 

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