Zum Inhalt springen
Inhalt

International Todeszone Mittelmeer

Im ersten Halbjahr 2016 sind über 4000 Flüchtlinge auf dem Weg nach Europa gestorben. Das sind über 26 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Besonders viele Menschen sind im Mittelmeer ertrunken.

Flüchtlinge in einem Schlauchboot
Legende: Über 75 Prozent der umgekommenen Flüchtlinge haben ihr Leben auf der Überfahrt im Mittelmeer gelassen. Reuters

Seit Jahresbeginn sind deutlich mehr Menschen auf der Flucht umgekommen als zur gleichen Zeit 2015. Allein auf den Mittelmeerrouten verzeichnete die Internationale Organisation für Migration (IOM) bereits 3120 getötete Flüchtlinge. Weltweit habe es 2016 bislang 4027 Tote auf den verschiedenen Fluchtwegen gegeben. Das entspreche einer Steigerung um 26 Prozent, erklärte IOM-Sprecher Joel Millmann in Genf.

Am gefährlichsten ist nach Erkenntnissen der Organisation die Überfahrt von der Küste Libyens nach Europa. In den vergangenen Tagen seien in der Nähe des libyschen Ortes Sabrata 120 ertrunkene Flüchtlinge angespült worden.

Verlagerung von der Türkei nach Nordafrika

Auf den Mittelmeerrouten verzeichnete die IOM 2016 mehr als drei Viertel aller Todesfälle unter Migranten. Im Vorjahr lag der Anteil bei 60 Prozent.

Seit die Fluchtrouten über den Balkan weitgehend abgeriegelt wurden, kommen der Organisation zufolge weit weniger Menschen von der Türkei aus über Griechenland in die EU. Zugleich versuchten mehr Flüchtlinge, von Nordafrika aus nach Europa zu gelangen.

Kaum Hilfe für Griechenland

Griechenland wird nach einem Medienbericht von den anderen EU-Staaten bei der Lösung der Flüchtlingskrise weit weniger als versprochen unterstützt. So seien bisher nur 66 von 1580 zugesagten Frontex-Beamten und nur 92 von 475 Asylexperten entsandt worden.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

18 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    In Europa, besonders in Deutschland, sind seit der vollständigen Grenzöffnung auch deutlich mehr Menschen verstorben oder verletzt worden. Dazu sind die noch nicht einmal freiwillig in ein Boot gestiegen. Die hatten einfach z. B. CDU gewählt. Irgendwo war da der direkt Zusammenhang, aber er will mir doch gerade nicht mehr einfallen...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Hans Haller (panasawan)
    Es klingt hartherzig und brutal. Aber solange diese Menschen auch nur einen Hauch von Erfolg haben, werden sie es immer wieder versuchen. Es gilt klar und hart den "Tarif durchzugeben" ! Dh. Alle aufgreifen, radikal zurückbringen, Boote zerstören, Schlepper & Schleuser streng bestrafen. - Man hat gar keine andere Wahl mehr um dieses "Geschaeft" basierend auf Unmenschlichkeit, nachhaltig eliminieren zukoennen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Christa Wüstner (Saleve2)
    2. Versuch : dieses Ist doch ein Bild eines Rettungsbootes . 2 Retter sind bereits drauf Und das Rettungstaxi in unmittelbarer Nähe. So ein gestelltes Bild verleitet zu Spekulationen bei diesem traurigen Thema. Auch ich bin der Meinung, dann sollen doch die Schiffe direkt in Lyb. Gewässer fahren und die Flüchtlinge nach Deutschland bringen. Da hat Herr Schoch vollkommen Recht , bis Kiel und Kontrollen durchführen. Auf dem Rückweg , alle wieder zurückbringen, die nicht aufgenommen werden.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Niklaus Bächler (SVP-Hinterfrager)
      C.Wüstner,das ist kein Rettungsboot,sondern schlicht ein Gummiboot mit einem Hilfsmotörchen.Wo sehen sie hier ein Rettungstaxi? Wo sollen die Retter zu sehen sein?- Haben sie vielleicht ein anderes «Wunschbild» auf ihrem Computer?Und wer sagt ihnen, dass dies ein gestelltes Bild ist?Könnte es sein,dass Retter nicht solche Boote antreffen & dann ein Bild davon schiessen? Man kann Not & Leid auch mit westlichen Augen negieren & marginalisieren.4'000 Menschen ertranken,berührt sie das nicht?
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Niklaus Bächler (SVP-Hinterfrager)
      C.Wüstner,das ist kein Rettungsboot,sondern schlicht ein Gummiboot mit einem Hilfsmotor.Wo sehen sie hier ein Rettungstaxi? Wo sollen die Retter zu sehen sein?- Haben sie vielleicht ein anderes «Bild» auf ihrem Computer?Und wer sagt ihnen, dass dies ein gestelltes Bild ist?Könnte es sein,dass Retter nicht solche Boote antreffen & dann ein Bild davon schiessen? Man kann Not & Leid auch mit westlichen Augen negieren & marginalisieren.4'000 Menschen ertranken,sollte uns das nicht mehr berühren?
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von Christa Wüstner (Saleve2)
      2. Versuch: Nein Herr Bächler es berührt mich nicht. Und ich habe auch noch nie davon geschrieben. Auf dem Boot befinden sich zwei Retter in roten Westen. Also muss ein Rettungsschiff in der Nähe sein. Auch nur das habe ich geschrieben, nicht das ich eins sehe. Reicht jetzt mein Eingeständnis?
      Ablehnen den Kommentar ablehnen