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International Tödliches Ebola: Schweizer eilen zu Hilfe

Seit Wochen kämpfen Hilfsmannschaften in Guinea mit vereinten Kräften gegen die grassierende und tödliche Krankheit Ebola. Nun erhalten sie Unterstützung aus der Schweiz: Das Schweizerische Rote Kreuz entsendet zwei Delegierte in das westafrikanische Land.

Helfer erklären den Einheimischen mit Plakaten, wie sie eine Ansteckung möglichst vermeiden können.
Legende: Helfer erklären den Einheimischen, wie sie eine Ansteckung mit dem Virus möglichst vermeiden können. Keystone

Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) folgt einem Hilfsapell der Internationalen Rotkreuz-Föderation (IFRC) und entsendet zwei Delegierte nach Guinea. Sie sollen die Gesundheitsbehörden und das lokale Rote Kreuz bei der Eindämmung der Ebola-Epidemie unterstützen.

Die Delegierten werden Rotkreuz-Freiwillige mit Schutzmasken und Desinfektionsmitteln versorgen und beim Aufbau von Isolationszentren helfen. Dem Schutz der Delegierten kommt dabei hohe Priorität zu.

Ebola ist hoch ansteckend und unheilbar. Die Krankheit verläuft in der Regel tödlich, eine Impfung dagegen gibt
es nicht. Innerhalb kurzer Zeit hat sie in Guinea 78 Menschenleben gefordert. Auch in den Nachbarländern Liberia und Sierra Leone gab es erste Todesopfer.

Gute Hygiene ist elementar

Oberstes Ziel ist es nun, eine weitere Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Neben der Isolation der Patienten und der Desinfektion ihrer Wohnhäuser ist die Prävention zentral. Das Rote Kreuz von Guinea mobilisiert und schult deshalb Freiwillige, die die Bevölkerung über Präventionsmassnahmen aufklären. Dazu gehören strikte Hygieneregeln wie regelmässiges Händewaschen mit Seife sowie der Verzicht auf den Konsum von Fleisch von wilden Tieren.

Die Krankheit wird von Mensch zu Mensch über Körperflüssigkeiten übertragen.

Auch Cholera und Masern grassieren

Das Gesundheitssystem von Guinea ist mit der Bekämpfung der Epidemie überfordert. Dies umso mehr, als in dem Land auch Cholera und Masern ausgebrochen sind. Die Angst vor Ebola bewirkt zudem, dass viele Gesundheitszentren verlassen sind, weil das Personal flüchtet. Das SRK, das sich immer wieder bei der Bekämpfung von Epidemien einsetzt, unterstützt Guinea in dieser schwierigen Situation.

Fieber, Erbrechen, Blutungen

Die Todeswahrscheinlichkeit bei Ebola liegt je nach Erregerstamm bei bis zu 90 Prozent. Die Kranken leiden an Durchfall, Erbrechen, hohem Fieber sowie inneren und äusseren Blutungen. Eine Therapie oder Impfung gibt es nicht. Ausserhalb Afrikas wurde bislang kein Ebola-Fall bekannt.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Ch. Gerber, Basel
    Ich frage mich ob die umliegende Länder des Ebola Ausbruchs bereits schon Untersuchungsstationen an den Landesgrenzen und International an Airports, Bahnhöfen und Docks aufgebaut haben und die Leute die aus der Region kommen Auf Ebola untersuchen, wie damals bei der Maul- und Klauen Seuche? Ebola bleibt und ist einer der Gefährlichsten Virus wen wir haben, daran kann ein grossteil der Menschen zugrunde gehen, damit ist nicht zu Spassen!
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  • Kommentar von Th. Widmer, Basel
    Es stört mich massiv, dass erst jetzt spezialisten in die Krisen Region entsand werden, die eine Quarantäne resp. Isolation erstellen um ein weiteres Ausbreiten zu verhintern. Das ist viiiiiiel zu Spät!!! Das hätte bereits passieren sollen. Für was bitte geben wir Milliarden Hilfsgelder aus? Ich weiss es nicht. Das Ebola Virus ist seit Wochen aktiv und bereits in mehren Länder verschlept worden, doch an eine ricthige Quarantäne war niemand interessiert, hier ist Hilfe von uns allen gefragt.
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