Tote bei Bombenexplosionen in Ägypten

Bei Bombenexplosionen während eines Einsatzes ägyptischer Sicherheitskräfte gegen Terrorverdächtige sind westlich von Kairo neun Menschen ums Leben gekommen. Die Terrormiliz IS hat sich zu dem Anschlag bekannt.

Zahlreiche Menschen an Tatort. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Sprengsatz detonierte auf einer Strasse, die zum Gebiet der Pyramiden von Gizeh führt. Keystone

In Ägypten sind bei einem Bombenanschlag in der Nähe der Hauptstadt Kairo mindestens neun Menschen getötet worden – sechs davon Polizisten.

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IS bekennt sich

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat sich zu dem Bombenanschlag nahe der Pyramiden von Gizeh bekannt. Der IS veröffentlichte eine entsprechende Erklärung im Internet. Die Regierung in Kairo hat vor dem Jahrestag des Aufstandes gegen Machthaber Husni Mubarak am Montag die Sicherheitsvorkehrungen im Land verstärkt.

Zwei Bomben explodierten, als die Polizisten gegen ein Terroristenversteck vorgingen. Das ägyptische Innenministerium erklärte, der Einsatz habe sich gegen ein Waffenlager der islamistischen Muslimbrüder gerichtet. Diese sind in Ägypten als Terrororganisation verboten.

Seit dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi durch die Armee im Jahr 2013 haben Extremisten ihre Anschläge verstärkt. Sie richten sich oft gegen Soldaten und Polizisten, aber auch Zivilisten und Urlauber sind schon getötet geworden.

Weiterer Anschlag auf Sinai-Halbinsel

Zuvor hatten Extremisten sieben Polizisten auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel getötet. Dies berichteten Sicherheitskreise. Die unbekannten Täter hätten die Sicherheitskräfte am späten Mittwochabend in der Provinzhauptstadt Al-Arisch beschossen und dabei auch zwei Polizisten verletzt, teilte das Innenministerium mit.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Ausbleibende Touristen

    Aus Tagesschau vom 16.1.2016

    Die Häufung terroristischer Anschläge wirkt sich auch auf die Tourismusbranche aus. Besonders hart trifft es Ägypten, Tunesien und die Türkei. Wie gehen die Reiseveranstalter damit um? Ein Besuch an der Ferienmesse in Bern.