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Trauer um Nelson Mandela Nelson Mandela hat die ewige Ruhe gefunden

Südafrikas Friedenskämpfer ist beerdigt. Madiba liegt nun in seiner alten Heimat Qunu im Familiengrab – neben dreien seiner Kinder.

Legende: Video Nelson Mandela findet die letzte Ruhe abspielen. Laufzeit 1:58 Minuten.
Aus Tagesschau vom 15.12.2013.

Zehn Tage nach seinem Tod ist der südafrikanische Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela beerdigt worden. Er liegt in seinem Heimatdort Qunu im Familiengrab – neben dreien seiner Kinder, Thembekile, Makgatho und Makaziwe.

Der charismatische Kämpfer gegen das Apartheid-System wurde bei einem Staatsbegräbnis mit Angehörigen und etlichen Ehrengästen zur letzten Ruhe geleitet.

Hier liegt Südafrikas grösster Sohn
Autor: Cyril RamaphosaVize-Präsident ANC

Südafrikas Präsident Jacob Zuma erhob sich, als der Sarg in die Gruft herabgelassen wurde. Militärhelikopter flogen über das Areal, Kanonen feuerten Salutschüsse ab.

Vor der Beerdigung hatten 4500 Ehrengäste aus aller Welt bei einer aufwühlenden Trauerfeier Abschied von Mandela genommen. Südafrikas ANC-Vize-Präsident, Cyril Ramaphosa, sagte: «Der Mann, der hier liegt, ist Südafrikas grösster Sohn.»

Legende: Video Präsident Zuma singt für Nelson Mandela abspielen. Laufzeit 3:02 Minuten.
Aus News-Clip vom 15.12.2013.

Südafrikas Präsident Jacob Zuma begann seine Abschiedsrede für Nelson Mandela mit einem Lied. Danach sagte er: «Es ist das Ende einer aussergewöhnlichen Reise, die vor 95 Jahren begonnen hatte. Es ist das Ende von 95 glorreichen Jahren eines Friedenskämpfers, eines demütigen Dieners des südafrikanischen Volkes: ein Brunnen der Weisheit, eine Säule der Stärke, ein Leuchtfeuer der Hoffnung für alle, die für eine gerechte Weltordnung kämpfen.»

Mandela war am 5. Dezember nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 95 Jahren in Johannesburg gestorben. Südafrika hatte zehn Tage lang um den ersten schwarzen Präsidenten des Landes getrauert.

Legende: Video «Für Mandela war es wichtig, da zu ruhen, wo er herkam». abspielen. Laufzeit 2:06 Minuten.
Aus Tagesschau vom 15.12.2013.

Ausnahme für Mandela

In vielen ländlichen Gebieten Südafrikas ist es üblich, die Toten auf dem Grundstück der Familie zu beerdigen. Normalerweise werden südafrikanische Staatschefs allerdings auf einem speziellen Friedhof beigesetzt – für Mandela macht die Regierung eine Ausnahme.

SRF-Korrespondentin Cristina Karrer berichtete in der «Tagesschau Mittag» über das traditionelle Begräbnisritual für Mandela und über die anwesenden Gäste.

«Viele Präsidenten, hochrangige Beamte und seine Familie waren anwesend – doch ein Grossteil aus seinem Dorf war nicht eingeladen», sagte Karrer. Viele von ihnen hätten mit Mandela Tee getrunken, als er noch lebte. Sie hätten das Begräbnis auf einer Grossleinwand verfolgen müssen, was sie verbittert und wütend gemacht habe.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    Das Aussperren der meisten, die Mandela wirklich kannten, passt zur ganzen Zeremonie. Zu befürchten ist, dass dort jetzt eine riesige Wallfahrtsstätte wird, schliesslich liegt dort "Südafrikas grösster Sohn". Herr Nanni, Sie sollten trotz aller Verehrung auf dem Boden bleiben. Die grössten und blutigsten Bürgerkriege waren immer noch in Russland (1917-22) und China (vor Maos Machtübernahme). Warum immer nur Xhosa? Es geht auch mit Afrikaans: Nog is Suid-Afrika nie verloor nie.
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  • Kommentar von Franz NANNI, Nelspruit SA
    lala Khale Madiba! und danke... Dein Wirken hat den wohl groessten und blutigsten Buergerkrieg dieses Planeten verhindert. Moege Dein Vermaechtnis der Welt erhalten bleiben und ein Leitfaden fuer die Fuehrer dieser Welt werden..
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