Trotz Krim-Krise: Ölkonzerne spannen zusammen

Der Energiehunger des Westens schert sich kaum um politische Befindlichkeiten. Ungeachtet drohender Wirtschaftssanktionen vereinbaren der russische Energiekonzern Lukoil und der französische Erdölriese Total eine Kooperation.

Zwar hat der Westen erste Sanktionen gegen Russland eingeleitet. Die Strafmassnahmen richten sich aber nur gegen zahlreiche Moskauer Amtsträger. Harte Wirtschaftssanktionen wurden bislang nicht ergriffen.

Ungeachtet der Debatte um weitere Strafaktionen gegen Russland vereinbaren nun die beiden Energieriesen von Frankreich und Russland eine verstärkte Zusammenarbeit.

Im Fokus: Schieferöl in Westsibirien

Lukoil und Total unterzeichneten ein Memorandum über ein Joint Venture zu Erschliessungsarbeiten der Erdölvorkommen in Westsibirien. Die Verhandlungen für ein solches Abkommen wurden schon vor der Krim-Krise aufgenommen, berichten verschiedene Medien.

In der sogenannten Baschenow-Formation in Westsibirien werden riesige Vorkommen von Schieferöl vermutet. Lukoil wolle dort noch in diesem Jahr rund 100'000 Tonnen Erdöl fördern, sagte der Firmenchef Wagit Alekperow gegenüber der Agentur Interfax.