Zum Inhalt springen

Krise in Südamerika Trump droht auch Venezuela mit Militäreinsatz

Legende: Video «Trump droht auch Venezuela mit Militäreinsatz» abspielen. Laufzeit 1:20 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 12.08.2017.
  • US-Präsident Donald Trump schliesst angesichts der Umwälzungen in Venezuela überraschend auch eine militärische Option nicht aus.
  • Venezuelas Staatschef Maduro will Trump anrufen – der lehnt ab.

Trump sagte am Freitag angesprochen auf das Thema: «Wir haben viele Optionen für Venezuela, einschliesslich einer militärischen, falls nötig.» Es war nicht unmittelbar klar, was Trump damit meinte. Seine Äusserung fiel ohne Erläuterung oder Zusammenhang.

Washington sorgt damit für eine internationale Eskalation rund um die Krise in Venezuela. Die US-Regierung bezeichnet das linksautoritäre Maduro-Regime als Diktatur.

Einreiseerlaubnis entzogen

Als Reaktion auf die umstrittenen Wahlen für einen Verfassungsrat entzog Washington hohen venezolanischen Regierungsbeamten diese Woche die Einreiseerlaubnis und fror deren Vermögenswerte in den USA ein. Davon betroffen ist auch Staatschef Nicolas Maduro.

Es ist nach Jahrzehnten das erste Mal, dass Washington erwägt, in Lateinamerika wieder militärische Mittel einzusetzen. Auch die Spannungen zwischen Venezuela und dem restlichen Lateinamerika haben sich verschärft. Argentinien, Brasilien, Mexiko und 17 weitere Staaten argumentieren, die Demokratie in Venezuela sei abgeschafft.

Peru verweist venezolanischen Botschafter des Landes

Peru hat den diplomatischen Vertreter Venezuelas ausgewiesen. Wie das Aussenministerium in Lima am Freitagabend mitteilte, habe Botschafter Diego Molero fünf Tage Zeit, das Land zu verlassen.

Der Grund für die Ausweisung sei eine «unakzeptable» Antwort des sozialistischen Staatschefs Nicolás Maduro auf eine Protesterklärung von 17 Staaten. Sie warfen Maduro einen «Bruch der demokratischen Ordnung» vor.

64 Kommentare

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Thomas Käppeli (thkaepp)
    Auch wenn man sagt: „Hunde die bellen beissen nicht,“ bin ich mir bei D. Trump nicht so sicher. Die Hemmschwelle zu Militäraktionen der USA liegt, vor allem in ihrem lateinamerikanischen Hinterhof, historisch belegt tief. Uncle Sam stiefelt da ganz ungeniert auch in fremden Patios rum. Erleben wir in Venezuela bald eine Art „Operation Just Cause“ à la Panama Dez. 1989? Auch wenn Venezuela durch den machtbesessenen Despoten Maduro blutige Revolten bis Bürgerkrieg droht, bleibt es deren Bier.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Christa Wüstner (Saleve2)
      Ihm bekommen seine Golfferien überhaupt nicht. Er hat zu viel Zeit zum Nachdenken. Ich schrieb schon, als manche meinten, jetzt wäre mal etwas Ruhe, er wird uns schon mitteilen, was ihm einfällt. Und seine Einfälle sind doch gewaltig und gut durchdacht.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Frédéric Weil (Derrick)
    Ein narzistischer Mensch braucht Selbstbestätigung. Und da er Oberbefehlshaber der Armee ist, will und muss er diese Funktion auch mal richtig Ausleben. Und da eignet sich leider Krieg bestens dazu. Zudem ist dies immer auch die Möglichkeit, neue Waffen zu testen, die in den USA hergestellt wurden!!!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von James Klausner (Harder11)
    Kriegsrhetorik hebt die Zustimmungswerte in Lande USA, der älteste politische Trick seit der ersten Präsidentenwahl...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen