Zum Inhalt springen

Neue US-Führungsriege Trump ernennt Nikki Haley zur amerikanischen UNO-Botschafterin

Der Personalentscheid mag überraschen. Immerhin hat die Gouverneurin von South Carolina den zukünftigen US-Präsidenten mehrfach offen kritisiert. Der Senat muss die Ernennung noch absegnen.

Legende: Video Nikki Haley ist neue UNO-Botschafterin abspielen. Laufzeit 01:48 Minuten.
Aus Tagesschau vom 23.11.2016.
  • Trump bestellt Nikki Haley zur US-Botschafterin für die UNO.
  • Diese soll das Angebot angenommen haben.
  • Haley hatte Trump im Wahlkampf offen kritisiert.

Die Gouverneurin des Südstaats South Carolina, Nikki Haley, soll Medienberichten zufolge neue US-Botschafterin für die UNO werden. Der künftige Präsident Donald Trump habe die 44-Jährige für den Posten gewählt, berichtete die Zeitung «Post and Courier».

Legende: Video Von Grünigen: «Mit einer Personalie ist die Kritik weg» abspielen. Laufzeit 02:16 Minuten.
Aus Tagesschau vom 23.11.2016.

NBC berichtete, Haley habe das Angebot bereits angenommen, womit sie im Januar auf UNO-Botschafterin Samantha Power folgen würde. Die Personalie muss vom Senat noch bestätigt werden.

Haley, die sich in ihrer zweiten Amtszeit als Gouverneurin befindet, hatte Trump im Wahlkampf mehrfach offen kritisiert und ihn als «alles, was ein Gouverneur sich nicht von einem Präsidenten wünscht» bezeichnet. Im Oktober erklärte sie schliesslich, Trump zu wählen, obwohl sie «kein Fan» sei.

«Donald Trump kann die ganze Kritik mit einer Personalie beiseiteschieben,» erklärt SRF-Korresponden Thomas von Grünigen. Damit sei der Weg für Mitt Romney als Aussenminister nicht unbedingt frei. Das Team um Donald Trump habe noch nicht entschieden.

Trump habe jetzt tatsächlich einige 180°-Wendungen vollzogen, erklärt von Grünigen weiter. «Das wirkt wankelmütig – seine Politik bleibt sehr schwer zu fassen.» Trumps Anhänger liessen sich aber nicht aus der Ruhe bringen. «Sie sagen: ‹Wir haben diesmal einen Unternehmer gewählt und nicht einen erfahrenen geschliffenen Politiker. Gebt ihm Zeit sich ins Amt einzuarbeiten.›»

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

18 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Susanne Lüscher (Lol)
    Statt immer nur Trump versuchen negativ darzustellen, wäre eine echte Berichterstattung von SRF fällig zu täglicher Zeit. So z.B. mit der H.R.5732, dem sogenannten "Caesar Syria Civilian Protection Act of 2016", der vom New Yorker Demokraten Eliot Engel eingereicht und am Dienstag vom US-Kongress bewilligt wurde,wollen die USA eine Flugverbotszone in Syrien einrichten und damit endlich Krieg gegen Russland beginnen zu können. Dies ist völkerrechtswidrig, wie die türkischen Soldaten in Syrien.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    "Sie wurde als Tochter von indischen Immigranten, die der Religionsgemeinschaft der Sikh angehören, in South Carolina geboren. Haley konvertierte später zum Christentum" Sie repräsentiert offenbar alles, was in Europa ansässige und von der Sozialhilfe abhängige radikale Muslime hassen und bis aufs Blut bekämpfen...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von roland goetschi (pandabiss)
      Ich kann Ihnen nicht ganz folgen. Was hat das jetzt mit Muslime in Europa zu tun?
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von m. mitulla (m.mitulla)
    Trump hat zur Haupsache seinen Wahlkampf selber finanziert - deshalb kann er relativ unabhängig agieren. Das hat natürlich Nachteile - aber nicht nur. Gerne zitiere ich nochmals den linken Spiegel-Journalisten Jakob Augstein vor der Wahl Trumps : "Gibt es wenigstens einen einzigen Grund, auf einen Sieg von Donald Trump zu hoffen? Ja: den Frieden. Hillary Clinton will im Syrienkrieg die militärische Konfrontation mit Russland riskieren. Das kann Deutschland nicht wollen."
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Christian Szabo (C. Szabo)
      Trump hat nach verschiedenen Angaben persönlich ca. 50 Mio $ in den Wahlkampf investiert. Der grosse Rest kam wie bei Clinton von den üblichen Verdächtigen. Seine provozierenden Auftritte haben für sehr viel Medienpräsenz gesorgt, was auch "unbezahlbar" war. Von extrem Weissen Rechten kam viel Unterstützung. Der Wahlkampf hat gezeigt, wie vielschichtig und unterschiedlich die US-Gesellschaft je nach Region aufgebaut ist. Fortschrittlich an den Küsten, teils rückständig auf dem "Land".
      Ablehnen den Kommentar ablehnen