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Wahl im US-Bundesstaat Georgia Trumps Republikaner gewinnen wichtigen Stimmungstest

Nach einem rekordteuren Wahlkampf hat die republikanische Kandidatin eine Nachwahl in Georgia für den Kongress gewonnen.

Legende: Audio Karen Handel von den Republikanern gewinnt in Georgia abspielen. Laufzeit 1:44 Minuten.
1:44 min, aus HeuteMorgen vom 21.06.2017.

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei einer Ersatzwahl für das US-Repräsentantenhaus im Bundesstaat Georgia hat sich die Republikanerin Karen Handel gegen den Kandidaten der Demokraten, Jon Ossoff, durchgesetzt. Handel erhielt 52 Prozent der Stimmen, Ossoff 48 Prozent.
  • Handel wird den Sitz von Tom Price übernehmen, der Gesundheitsminister in der Regierung von Präsident Donald Trump geworden ist.
  • Die Wahl in Georgia gilt als wichtiger Stimmungstest für Trump. Beide Parteien investierten mit zusammen 55 Millionen Dollar eine Rekordsumme für einen einzelnen Wahlkreis, um den Sitz zu gewinnen.
  • Auch im Bundesstaat South Carolina konnten die Republikaner einen Sitz halten. Ihr Kandidat Ralph Norman holte die meisten Stimmen.

Zusammen 55 Millionen Dollar liessen sich Republikaner und Demokraten den Wahlkampf in der Agglomeration von Georgias Hauptstadt Atlanta kosten. Ein neuer Rekord und ein Zeichen, dass es um mehr ging als bloss um einen von 435 Sitzen im Repräsentantenhaus, dem amerikanischen Nationalrat.

Die Wahl kann als Zwischenzeugnis für Präsident Donald Trump gelesen werden. Die Wählerinnen und Wähler in Georgia geben ihm die Note befriedigend.

Kein glänzender Sieg

Zwar wurde es sehr knapp zwischen einem jungen, weitgehend unbekannten demokratischen Kandidaten und seiner viel erfahreneren republikanischen Gegnerin. Das ist in einem Wahlkreis, der seit Jahrzehnten fest in republikanischer Hand ist, kein Superresultat – doch immerhin: Es reichte für den Sieg.

Nach Erfolgen bei Ersatzwahlen im April im ländlichen Kansas und in Montana sowie in South Carolina gewinnen die Republikaner nun also auch in einer städtischen Agglomeration. Hier lebt eine gut ausgebildete, wohlhabende, meist weisse Bevölkerung, die zwar politisch konservativ ist, aber wenig Sympathien hat für den Kurs von Trump, den sie als sprunghaft und populistisch empfinden.

Niederlage für die Demokraten

Die Demokraten haben sich deswegen Chancen ausgerechnet, die Republikaner zu spalten und ihnen mit einem gemässigten Mittekandidaten den Sieg wegzuschnappen.

Diese Rechnung ist nicht aufgegangen. Die Demokraten müssen eine weitere Niederlage einstecken. Die Republikaner und Präsident Trump dagegen können nun gestärkt schwierige Vorhaben anpacken – wie die Umgestaltung der Krankenversicherung oder die Steuerreform.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Für alle, die hofften das D. Trump verschwindet, wenn sie die Augen ganz fest zumachen: Es wird kein Impeachment geben, weil die Wirtschaft unter D. Trump gut laufen wird und die Amerikaner werden ihn deshalb wieder wählen. Es wäre durchaus möglich dass D. Trump versuchen wird die Verfassung zu ändern, damit er ein drittes Mal gewählt werden kann. Und wenn er das nicht schafft, dann wird eben sein Schwiegersohn oder so demnächst Präsident. Oder seine Tochter.
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  • Kommentar von Christoph Fischer (Christoph Fischer)
    In georgia geht es um die revision des spielbankengesetztes, konkret die legalisierung der casinos wie in vegas. Das casinobetreiber trump da republikanische freunde braucht ist doch schon mal ein paar milliönchen wert. In einem traditionell konservativ wählenden staat ist das ein beschämendes resultat.
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  • Kommentar von Werner Christmann (chrischi1)
    ja was ist denn mit den Amerikanern los? Konsumieren die weder die MSM noch die Schweizer Kommentare?
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