Trumps Vorsprung schrumpft

Ted Cruz hat die Präsidentschaftsvorwahl der Republikaner im US-Bundesstaat Wyoming gewonnen. Er sicherte sich alle 14 Delegiertenstimmen. Damit beträgt der Vorsprung von Donald Trump auf Cruz noch 196 Delegierte.

Donald Trump breitet die Arme aus. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Donald Trump bezeichnete das Verfahren für die Delegiertenstimmen in Wyoming als «Manipulation». Reuters

Bei den Präsidentschaftsvorwahlen der Republikaner in den USA nimmt der Vorsprung des Bewerbers Donald Trump auf seinen Konkurrenten Ted Cruz ab. Im Bundesstaat Wyoming sicherte sich Cruz am Samstag (Ortszeit) alle 14 Delegiertenstimmen. Trump, der Milliardär aus New York, hatte sich kaum um den ländlich geprägten Staat bemüht.

Ted Cruz reckt den rechten Zeigefinger in die Höhe. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ted Cruz (hier an einem Event im Bundesstaat New York) hat den Rückstand auf Donald Trump verringert. Reuters

Er kritisierte das Verfahren, wie die Delegiertenstimmen dort vergeben werden. Anders als in den meisten Bundesstaaten wird in Wyoming – wie auch in Colorado – nicht gewählt, sondern eine Versammlung bestimmt, für wen die Delegierten entsandt werden. Trump bezeichnete dies an einer Wahlveranstaltung in Syracuse im Bundesstaat New York als «Manipulation».

Trump unter Druck

Trump hat bislang 21 Vorwahlen gewonnen, Cruz zehn. Dennoch beträgt der Vorsprung von Trump nur 196 Delegierte. Das bedeutet, dass Trump bei den verbleibenden Vorwahlen fast 60 Prozent der Delegierten hinter sich scharen muss, um bei dem Parteitag der Republikaner im Juli automatisch nominiert zu werden.

Die nächste grössere Vorwahl findet am Dienstag in New York statt.

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • Trumps Anfang vom Ende?

    Aus Tagesschau vom 6.4.2016

    Donald Trump erlitt in den Vorwahlen von Wisconsin eine krachende Niederlage gegen seinen Gegner, den erzkonservativen Ted Cruz. Viele glauben nun, dass diese Wahlen letzte Nacht der Anfang von Trumps Ende sein könnten.

  • Die Medien und Donald Trump

    Aus Echo der Zeit vom 15.3.2016

    Kein anderer US-Präsidentschaftskandidat steht zurzeit so im Rampenlicht wie Donald Trump. Er sorgt in Fernsehen und Online-Medien für aufsehenerregende Geschichten, gute Einschaltquoten und viel Klicks. Die Medien lassen sich auf ein gefährliches Spiel ein; es könnte ihre Zukunft gefährden.

    Beat Soltermann