Türkei: Ministersöhne wegen Korruptionsvorwürfen verhaftet

Bei Grossrazzien wegen Bestechungsvorwürfen in Istanbul und Ankara hat die türkische Polizei nach Medienberichten gegen 40 Personen festgenommen, darunter drei Söhne von Ministern. Es geht offenbar um Schmiergeld-Zahlungen bei öffentlichen Ausschreibungen.

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Bildlegende: Neues Ungemach für den türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan. Keystone

In der Türkei sind drei Söhne von Ministern aus dem Kabinett Erdogan und mehrere bekannte Geschäftsleute unter Korruptionsverdacht festgenommen worden. Es gehe um Schmiergeld-Zahlungen bei öffentlichen Ausschreibungen, hiess es aus Regierungskreisen.

Türkische Medien berichten, unter den Verhafteten seien auch Direktoren von staatlichen Institutionen und Bauunternehmer.

Bauunternehmen Agaoglu im Fokus

Am frühen Morgen gab es Durchsuchungen in Istanbul, dabei wurden die Söhne von Innenminister Muammer Güler, Wirtschaftsminister Zafer Caglayan und des für Umwelt zuständigen Ressortchefs Erdogan Bayrakta verhaftet.

Die Polizei durchkämmte auch den Sitz des Bauunternehmens Agaoglu. In Ankara wurden die Büros der staatlichen Halkbank durchsucht. Details zu den Vorwürfen wurden zunächst nicht bekannt.

Laut Medienberichten wird einzelnen Verhafteten auch Geldwäscherei und Goldschmuggel vorgeworfen.