Türkische Soldaten befreien Kameraden in Syrien

Ankara hat in der Nacht zum Sonntag einen kurzen Militäreinsatz im Nachbarland Syrien unternommen. Dabei wurden rund 40 türkische Soldaten zurück in ihr Land gebracht. Sie hatten in einer vom IS belagerten Exklave ein Grabmal bewacht.

Zwei türkische Soldaten vor dem Eingang des Mausoleums. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Türkei betrachtet den in Syrien gelegenen Ort des Grabes als eigenes Hoheitsgebiet. Keystone/Archivbild

Bislang hatte die Türkei in dem von den USA geführten Militäreinsatz gegen den Islamischen Staat (IS) keine aktive Rolle gespielt. Nun hat Ankara einen kurzen Einsatz im Nachbarland Syrien bekanntgegeben.

Ein Soldat getötet

Türkische Soldaten befreiten demnach rund 40 in Syrien stationierte Kameraden. Sie hatten ein Mausoleum vor Angriffen geschützt. Dabei soll es sich um das Grab von Suleiman Shah handeln, der als Grossvater des Gründers des Osmanischen Reiches gilt.

Laut Regierungschef Ahmet Davutoglu passierten für die Aktion insgesamt 572 Soldaten den südöstlichen Grenzübergang bei Mürsitpinar. Auch rund 40 Panzer und dutzende weitere gepanzerte Fahrzeuge seien im Einsatz gewesen. Die Operation sei erfolgreich gewesen. Allerdings sei ein Soldat durch einen Unfall ums Leben gekommen.

Grabmal vom IS bedroht

Karte von Grenze zwischen Türkei und Syrien Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Laut Ankara türkisches Hoheitsgebiet in Syrien: Grabstätte von Suleiman Shah. SRF

Ankara hatte bereits gewarnt, dass das Mausoleum türkisches Hoheitsgebiet sei und die Armee bei Gefahr eingreifen werde. Die Türkei beruft sich auf einen entsprechenden Vertrag mit Frankreich aus dem Jahr 1921. Damals wurde Syrien von Frankreich beherrscht.

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