Türkischer Tourismus leidet unter Terrorismus

Seit die Türkei von mehreren Anschlägen erschüttert wurde, hat das Land deutliche Umsatzeinbussen in der Tourismusbranche hinnehmen müssen. 2015 ergab sich ein Rückgang um mehr als acht Prozent. Das EDA warnt vor Reisen in gewisse Provinzen.

Touristen in türkischem Nationalpark Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Bisher bei Touristen beliebt: Göreme-Kappadokien in Zentralanatolien, Teil des Unesco-Weltkultur- und Naturerbes. Keystone

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Reisehinweise EDA

Das Eidg. Departement für Auswärtige Angelegenheiten warnt vor Reisen in mehrere Provinzen im Südosten und Osten. Dies gilt insbesondere für die syrischen und irakischen Grenzgebiete. Allgemein sollten grössere Menschenansammlungen und Demonstrationen gemieden werden. Mehr Informationen finden Sie hier.

Im Gesamtjahr 2015 ergab sich ein Rückgang um mehr als acht Prozent auf knapp 31,5 Milliarden US-Dollar. Die Zahl der Besucher sank im Vergleich zu 2014 um 1,6 Prozent. Im vierten Quartal sanken die Einnahmen um gar rund 14 Prozent auf 6,6 Milliarden Dollar.

Im Jahresverlauf war es in der Türkei zu mehreren extremistisch motivierten Anschlägen gekommen. Im Juli wurden bei einem Attentat auf ein sozialistisches Jugendlager im Südosten des Landes mehr als dreissig Menschen getötet. Im Oktober hatte ein Anschlag auf eine Demonstration in der Hauptstadt Ankara rund 100 Todesopfer und mehrere hundert Verletzte gefordert.

Vor knapp zwei Wochen wurden bei einem Anschlag in einem touristischen Stadtteil in Istanbul mindestens elf Menschen getötet und Dutzende verletzt. Bei den Opfern handelte es sich vor allem um deutsche Touristen.