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Autobombe in der Altstadt Über 20 Tote nach Anschlag in Damaskus

In der syrischen Hauptstadt hat sich ein Selbstmordattentäter in einem mit Sprengstoff beladenen Fahrzeug in die Luft gesprengt. Zwei weitere Anschläge konnten verhindert werden.

Legende: Video Selbstmordanschlag in Damaskus abspielen. Laufzeit 00:40 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 02.07.2017.
  • Bei einem Selbstmordanschlag mit einer Autobombe in der syrischen Hauptstadt Damaskus sind mehr als 20 Menschen getötet worden.
  • Unter den Toten seien sieben Kämpfer der Regierung und drei Selbstmordattentäter. Die übrigen Opfer sollen laut staatlicher Nachrichtenagentur Sana Zivilisten sein.
  • Sicherheitskräfte konnten zwei Attentate verhindern, der dritte Attentäter sprengte sich auf einem Marktplatz in der Altstadt in die Luft.

Sicherheitskräfte haben am Sonntagmorgen drei mit Sprengstoff beladene Fahrzeuge verfolgt. Zwei der Wagen wurden gestoppt und konnten gezielt gesprengt werden. Als sich die Beamten dem dritten Fahrzeug im belebten Altstadt-Viertel Al Amara näherten, hat ein Selbstmordattentäter die Bombe gezündet.

Attentate vergleichsweise selten

Die syrische Hauptstadt ist gut gesichert und soll keine Chance für Anschläge bieten. Attentate in Damaskus sind vergleichsweise selten. Trotzdem ereigneten sich in der Vergangenheit dort vereinzelt schwere Anschläge.

Mitte März starben mehr als 40 Menschen bei einem Doppelanschlag, der auch den Justizpalast der Stadt traf. Wenige Tage zuvor waren bei einem der schwersten Anschläge auf Schiiten in der Stadt mindestens 74 Menschen getötet worden.

Teilweise wurden die Taten von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), teils von der Al-Kaida-nahen Gruppe Fatah al-Scham für sich reklamiert.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Cherubina Müller (Fabrikarbeiterin)
    Agence France-Presse, Damascus, Jul 2 2017: 18 killed as car bombers strike Damascus und dann weiter im selben Bericht mit Bezug auf ein Attentat im März in Damaskus...two explosions that left 74 dead in the capital's Old City and were claimed by the Tahrir al-Sham coalition led by the jihadist Fateh al-Sham Front. Diese von vielen Staaten und Medien unterstützten „Rebellen“ stehen militärisch unter grossem Druck denn die syrische Armee machte in den letzten Tagen gewaltige Fortschritte.
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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Selbst wenn der Daesh (IS) zusammenbricht, die Jihadisten im Endkampf hohe Verluste erleiden, die Überlebenden werden in ihre Heimatländer zurückkehren und ihre islamistische Ideologie zusammen mit ihrer Enttäuschung mitbringen. Die Enttäuschung der Rückkehrer wird sich dann hier in Wut wandeln und sie werden sich hierzulande richtig austoben.
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    1. Antwort von Cherubina Müller (Fabrikarbeiterin)
      Da haben Sie recht und eigentlich brauchte es auch 2013 keinen Assad um dies vorauszusehen, ein gesunder Menschenverstand hätte genügt. Los Angeles Times am 17.April 2013 : Syria's Bashar Assad warns 'terrorism' will come back to West - Assad charged that the United States and Europe were supporting his Islamist opponents. He said the alleged support was cynical and would come back to haunt them.
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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Gleich wer die Ausführenden sind, die Finanziers und Planer dürften bei den Saudis oder Artverwandten zu suchen sein. Und wenn die Saudis dahinter stecken, geschieht das vermutlich mit Billigung ihrer grössten Waffenlieferanten......Solche Anschläge sind aber auch ein Zeichen von Schwäche im Rückzuggefecht der IS oder anderer ausländischer Radikalen. Jedenfalls mischen da sehr viele Dienste mit, in Syrien schon seit Jahrzehnten.
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