Zum Inhalt springen

International Ukrainische Regierung auf Zickzackkurs

Kommt es doch noch zum Abkommen mit der EU? Erst vor kurzem hatte der ukrainische Präsident Janukowitsch das geplante Freihandelsabkommen überraschend auf Eis gelegt. Alles sah nach einer Annäherung an Russland aus. Inzwischen sind die Fronten offenbar nicht mehr so klar.

Legende: Video Kommt es doch noch zur Unterschrift? abspielen. Laufzeit 01:08 Minuten.
Aus Tagesschau vom 12.12.2013.

Der ukrainische Vize-Regierungschef Sergej Arbusow hat eine erneute Kehrtwende in der Aussenpolitik seines Landes angedeutet. Nach seinen Worten wird die Ukraine das Freihandels- und Assoziierungsabkommen mit der EU nun doch noch unterzeichnen. «Die Ukraine wird bald das Assoziierungsabkommen mit der EU unterschreiben», sagte Arbusow nach einem Treffen mit EU-Erweiterungskommissar Stefan Füle in Brüssel.

Finanzhilfen gegen Unterschrift

Füle sicherte der Ukraine für diesen Fall weitere Finanzhilfen zu. Konkrete Zahlen nannte er nicht. Er ging auch nicht auf Forderungen der Ukraine nach einer Kredithilfe von 20 Milliarden Euro ein. «Viele Zahlen, die kursieren, basieren weder auf Fakten, noch sind sie gerechtfertigt», sagte Füle.

Der ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch hatte im November das Abkommen mit der EU nach jahrelangen Verhandlungen überraschend auf Eis gelegt. Seither demonstrieren in der Hauptstadt Kiew Zehntausende. Die Opposition, der unter anderem Boxweltmeister Vitali Klitschko angehört, fordert inzwischen den Rücktritt der Regierung.
Janukowitsch hatte nach seiner Entscheidung auch auf Druck von Russland verwiesen, das der Ukraine unter anderem Erdgas liefert. Der russische Präsident Wladimir Putin strebt eine Zollunion mit der Ukraine sowie Weissrussland und Kasachstan an und ist gegen das Abkommen mit der EU.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von A. Brunner, Zurich
    Das sieht auch Janukowitsch, wie alle: EU und NATO bringen den Völkern tatsächlich nur Negatives: Spitzenwerte bei ProKopf-Verschuldung, Jugend-Arbeitslosigkeit, Selbstmordrate, Stress, BurnOut, Militarisierung des Zivil-Lebens sowie Verlust an Unabhängigkeit, demokratischen Rechten und freier Privatsphäre. …...Janukowitsch kann mE Erfolg haben, wenn er Jugend und Intelligenz für Dialog und Reformen gewinnt, nur bilaterale Abkommen mit der EU und Russland abschliesst und Unabhängigkeit behält.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen