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International Uli Hoeness: Alles noch viel schlimmer

Im spektakulären Steuerprozess um Uli Hoeness geht es um immer grössere Summen. Der Präsident des FC Bayern München soll nach Angaben der Steuerfahnderin 27,2 Millionen Euro hinterzogen haben. Das sind noch einmal weit mehr als die von ihm am Vortag eingeräumten 18,5 Millionen Euro.

Legende: Video «Hoeness plädiert auf «Börsensucht»» abspielen. Laufzeit 4:02 Minuten.
Aus 10vor10 vom 11.03.2014.

FC-Bayern-Präsident Uli Hoeness hat insgesamt sogar 27,2 Millionen Euro an Steuern hinterzogen. Dies sagte die für seinen Fall zuständige Steuerfahnderin vor dem Landgericht München aus.

Hoeness Nahaufnahme.
Legende: Hoeness hatte sich am Montag reumütig gezeigt und beteuert, er wolle zur vollen Steuerehrlichkeit zurückkehren. Keystone

Die Summe ergab sich demnach aus der Neuberechnung seiner Steuern aufgrund der neu eingereichten Unterlagen. Hoeness hatte am Montag erklärt, er habe 18,5 Millionen Euro an Steuern hinterzogen.

Bei den 27,2 Millionen soll es sich um eine «Best-Case-Rechnung» zu Gunsten von Hoeness handeln, wie die Steuerfahnderin sagte.

Schon mit seinem Geständnis zum Prozessauftakt hatten Hoeness und seine Anwälte die Staatsanwaltschaft überrascht. Diese hatte dem 62-Jährigen in ihrer Anklage vorgeworfen, 3,5 Millionen Euro Steuern hinterzogen zu haben.

Gefängnisstrafe droht

Nach den neuen Enthüllungen muss Hoeness mehr denn je eine Gefängnisstrafe befürchten. Nach Ansicht der Steuerfahnderin sind die vorgelegten Unterlagen auch lückenhaft, zudem habe Hoeness mehrere Fristen verstreichen lassen.

Der Prozess war ursprünglich auf vier Verhandlungstage angesetzt. Angesichts der immer komplexeren Sachlage wird damit gerechnet, dass der Richter weitere Termine ansetzt. Für Mittwoch liess er bereits den für Hoeness zuständigen Betriebsprüfer sowie einen Informatik-Experten der Steuerfahndung als Zeugen laden.

19 Kommentare

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  • Kommentar von Werner Christmann, Stein am Rhein
    noch etwas für den Stammtisch D. Daniele: Wenn Herr Glasenberg von Glencore 182 Mio Dividenden steuerfrei kassiert, derweil sein Unternehmen einen Verlust von 7.4 Mia produziert hat, ist das völlig iO, oder? Ich weiss, das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Trotzdem mal nachdenken.
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  • Kommentar von D.Daniele, Obergösgen
    Seht geehrter Herr Christmann, Ihr Stammtischgeschwätz mit Asylanten und so hat gar nichts mit dem Fall zu tun. Herr Hoeness hat ne schwer Straftat begannen, er hat 27.2 Millionen Euro unterschlagen. Da ist Gefängnis aus meiner Sicht zwingend, aus 3 Gründen, eine Geldstrafe wäre für Ihn keine Strafe, das bezahlt Er mit Links und fertig ist. Zweitens wegen der schwere des Deliktes. Drittens, sollte Er mit einem milden Urteil wegkommen, wär es ein Signal zur Aufforderung von Steuerhinterziehung.
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    1. Antwort von Werner Christmann, Stein am Rhein
      D. Daniele: Bevor sie in die Tasten hauen sollten Sie bitte den Kommentar von P. Burger lesen, dem ich geantwortet habe. Alles klar?
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  • Kommentar von Werner Christmann, Stein am Rhein
    Wenn Herr Höness die Nachsteuern plus Strafe bezahlt soll es gut sein. Alles andere was diese Moralalapostel hier fordern finde ich daneben. Er hat niemandem persönlich Leid angetan. Soviel ich weiss hat unsere Bundesverwaltung schon viel grössere Summen in den Sand gesetzt (alles zu Lasten von uns Steuerzahlern), aber das stört anscheinend niemanden. an P Bürger: Bei uns werden delinquierende Asylbewerber 10 mal die Woche festgenommen. Da passiert gar nichts. Sollten Sie eigentlich wissen.
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