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International Ungemach für Uber in Grossbritannien

Der Fahrdienst Uber darf seine Fahrer in Grossbritannien nicht länger als selbständig Erwerbende behandeln – sondern wie Angestellte. Das hat ein britisches Gericht entschieden.

Handy mit Uber-App vor Londoner Taxi
Legende: Uber-Fahrer sollen laut einem Gericht die gleichen Arbeitnehmerrechte wie übliche Taxis zugestanden werden. Reuters

Der Fahrdienst Uber muss seine Fahrer in Grossbritannien laut einem Gericht künftig als Angestellte behandeln. Die Fahrer müssen somit einen Minimallohn und auch bezahlte Ferien erhalten.

Zwei Uber-Fahrer hatten dieses Recht vor Gericht eingefordert. Gemäss der Gewerkschaft GMB, die die Klage der beiden Männer unterstützt hatte, könnte das Urteil Auswirkungen für mehr als 30'000 Taxi-Chauffeure haben. Uber hat bereits angekündigt, Berufung gegen das Urteil einzulegen.

Das Gericht urteilte, dass Uber den Fahrern den Mindeststundenlohn bezahlen muss, der gegenwärtig bei rund 8,75 Franken liegt. Zudem soll die Arbeitszeit beim Einloggen in die App starten und nicht pro Fahrt.

Der Fahrdienst wurde 2009 in den USA gegründet. Über eine App kann man einen Fahrer buchen. Inzwischen gibt es Uber rund um den Globus. Zum Unmut der Taxiunternehmen – viele fordern ein Verbot.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Schneider (Nourelain)
    Es sind eben gerade die rechten Parteien, die Liberalismus über alles fordern und solche Ausnützer- Firmen walten lassen. Die Linken hingegen kämpfen für Mindestlöhne und Arbeiterrechte, so wie sie das englische Gericht nun einfordert.
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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Schon wieder zeigt Grossbritannien was ein souveräner Staat ist. Nämlich einer, der selber entscheidet was man darf und was nicht. Es ist wirklich gut für die Welt, wieder einmal etwas von Selbstbestimmung und Gerechtigkeit zu hören. Das ganze Wischi-Waschi der restlichen linken Welt "ob denn nun etwas Gutes doch nicht noch etwas Schlechtes sein könnte oder sein muss." Wer stoppt das ganze linke "Gutmenschentum" mit seinen sich ins unendliche ergiessenden Diskussionen? England ist unser Vorbild!
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  • Kommentar von Jan Meier (Jan_Meier)
    Ich finde Uber eine gute Sache. Innovatives Konzept in einem festgefahrenen Business. Aber ich finde es auch richtig, dass sie sich an lokale Gesetze halten müssen. Alle Teilnehmer auf dem Markt sollen die gleichen Bedingungen haben. Ich hoffe, dass kommt bald auch in der Schweiz!
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