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Palästinenser erschossen UNO kritisiert mildes Urteil gegen israelischen Soldaten

Das UNO-Menschenrechtsbüro hat das Urteil gegen einen israelischen Soldat kritisiert, der einen verletzten palästinensischen Attentäter erschossen hatte.

Frau umarmt Sdoldat
Legende: Der Soldat war vor wenigen Tagen zu anderthalb Jahren Haft verurteilt worden. Keystone
  • Die UNO-Menschenrechtskommission übt Kritik am Urteil gegen einen israelischen Soldaten der einen verletzten palästinensischen Attentäter erschossen hatte.
  • Der Soldat hatte im März 2016 einen Mann mit einem Kopfschuss getötet, nachdem dieser einen anderen Soldaten angegriffen hatte und verletzt am Boden lag.
  • Das Gericht verurteilte den Soldaten Anfang Woche zu anderthalb Jahren Haft.

Das Menschenrechtsbüro der UNO begrüsse, dass der Fall vor Gericht gekommen sei, aber das Strafmass stehe in keinem Verhältnis zur Tötung eines unbewaffneten Menschen.

«Es steht auch im Kontrast zu Urteilen, die andere israelische Gerichte wegen deutlich kleinerer Straftaten verhängt haben, etwa dreijährige Haftstrafen für Kinder, die Steine auf israelische Autos geschmissen haben», sagte Sprecherin Ravina Shamdasani.

Seit dem Start der jüngsten Gewaltwelle im Oktober 2015 wurden mehr als 270 Palästinenser getötet, die meisten davon bei ihren eigenen Anschlägen. In dem Zeitraum kamen mehr als 40 Israelis bei palästinensischen Attacken ums Leben.

Die Tat in Hebron im besetzten Westjordanland war von einem Mitarbeiter der israelischen Menschenrechtsorganisation Betselem gefilmt worden.

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30 Kommentare

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  • Kommentar von Marcel Chauvet (xyzz)
    Schon merkwürdig, aber der junge Mann dort oben auf dem Foto und seine Mutter sehen doch selbst aus wie Araber und sind von ihnen rein äußerlich nicht zu unterscheiden.
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  • Kommentar von Christophe Bühler ((Bühli))
    Ideologien wie Zionismus, Kommunismus, Nationalismus dürften vermutlich mit der Idee einer UNO inkompatibel sein. Der Richter kann nur den Tatbestand subsumieren. Israel hat aber keine geschriebene Verfassung und die Menschenrechte nicht anerkannt. So geht vermutlich die eigene Religion und das eigene Volk vor. Da könnte die Schweiz auch von Israel lernen.
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    1. Antwort von Marcel Chauvet (xyzz)
      Wegen Ihrer Schlussfolgerung in Ihrem letzten Satz hätten Sie sich besser hier nicht extra angemeldet.
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  • Kommentar von Friedrich Straubinger (Friedrich)
    @Fürer Ich finde es schon sehr Extrem wie man hier mit diesem Thema umgeht und sich arrangiert und dabei Moralisch betrachtet vieles an Verbrechen ignoriert. Kommt die Moral nur beim Thema Israel zum Vorschein oder woran liegt es, das man hier so Stellung bezieht? Über 3000 Kinder streben täglich an Hunger, Krankheiten oder Gewalt und glaube das jedes dieser Opfer dankbar gewesen wäre, wenn man sich so um sie bemüht hätte wie hier um einen Soldaten der Falsch gehandelt hat.
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    1. Antwort von Hans Fürer (Hans F.)
      Bleiben Sie jetzt doch einmal bei diesem viel zu milde geahnten Verbrechen und lenken Sie nicht gleich wieder ab. Wozu noch kommt, dass die Regierung und angeblich 2/3 der Befragten Freispruch verlangt haben!
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    2. Antwort von Friedrich Straubinger (Friedrich)
      Ich bleibe bei dem Thema und mein Einwurf ist von ihnen unbeantwortet geblieben. Wie kann es sein, das die Moral hier einseitig liegt und das weil es um Israel geht. Jeder halbwegs Objektiver Mensch wird diese Hinterfragen. Woran liegt es? Man gewinnt immer mehr vermehrt das es sich hier um Latente Meinungen handelt, denn allein in der Suchmaschine "soldat erschießt attentäter" kommen 47 000 Ergebnisse und allen voran der Vorfall in Israel.
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