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International UNO-Massnahmen gegen IS greifen nicht wie gewünscht

Genau vor einem Jahr berief US-Präsident Barack Obama eine Sondersitzung des UNO-Sicherheitsrates ein. Dieser beschloss in einer Resolution, alles Erdenkliche zu tun, um junge Leute daran zu hindern, sich der Terrormiliz IS anzuschliessen. Das Ergebnis ist ernüchternd.

Kämpfer der Terrormiliz IS im März letzten Jahres in der irakischen Stadt Falludscha.
Legende: Kämpfer der Terrormiliz IS im März letzten Jahres in der irakischen Stadt Falludscha. Keystone

Grenzen wurden geschlossen, Ausreisekontrollen verschärft, Geheimdienstinformationen ausgetauscht, Antiterrorgesetze härter durchgesetzt, die Überwachung Verdächtiger intensiviert – alles getreu der UNO-Resolution vom vorigen September. Doch das Ergebnis ist erschütternd. Gab es vor einem Jahr unter den IS-Dschihadisten im Irak und in Syrien 15'000 ausländische Kämpfer, so sind es inzwischen 30'000 aus insgesamt hundert Ländern, Tendenz steigend.

Man müsse offenbar noch mehr tun, sagte US-Präsident Obama vor der UNO. Es sei den Islamisten gelungen, sich festzusetzen. Die Rekrutierung über Freunde, Familien, Internet und soziale Netzwerke funktioniert nach wie vor. Obschon bereits 10'000 Isis-Terroristen getötet worden sind, können die Reihen immer wieder aufgefüllt werden. UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon spricht von einer gar weiter wachsenden Bedrohung.

Politische Strategie gegen Dschihadisten gefragt

Laut Obama ist der Kampf gegen den Dschihadismus offenkundig nicht militärisch, polizeilich oder geheimdienstlich zu gewinnen. Siegen müsse man in den Köpfen.

Hier setzt auch der Schweizer Aussenminister Didier Burkhalter an, der ebenfalls am New Yorker Gipfel teilnahm. Prävention sei letztlich wohl das erfolgreichste, wenn nicht das einzige Rezept, junge Leute davon abzuhalten, sich dem Dschihad anzuschliessen.

6 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
    10'000ende IS-Krieger, welche erst noch militärisch erfolgreich sind: Das braucht eine straffe Organisation, viel Geld, viel Material (Rüstung, aber auch Transportmittel, Logistik usw.). Dass es die USA und ihre Verbüdete es nicht schafften, dieser riesigen Armee die Versorgung abzuschnüren, dürfte zumindest erstaunen. In Wahrheit haben die USA die IS nicht nur entstehen lassen sondern sogar unterstützt im Krieg gegen Assad. Dafür gibt es genügend Hinweise. Die Hauptverantwortlichen sind die USA
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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Wieso ist das Ergebnis ernüchternd? Ganz einfach, weil man zulange zugeschaut hat und nichts dagegen tat. Jetzt ist das "Geschwür" soweit fortgeschritten, dass Symptombekämpfende Massnahmen praktisch nichts mehr nützen. Man hat es versäumt, die Ursache zu bekämpfen. Jetzt müssen wir halt mit dem Djhad und seinen "Getreuen" leben. die werden immer mächtiger. Kontrollen an der "Schengen" Aussengrenze kann vielleicht das Übel etwas lindern, aber beseitigen lässt es sich nie mehr.
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  • Kommentar von Roger Hans (Buetze)
    Beim Umgang mit gesellschaftlichen Außenseitern haben offene Demokratien die Wahl zwischen Pest und Cholera. Hierzu gehören kostspielige und langwierige (Re-)Integrationsversuche oder eben das Abgleiten lassen in z. B. terroristische "Ersatzgesellschaften". Die wenigsten Länder und Gesellschaftsformen haben das Vermögen, ihre Außenseiter a la "Carlos" aufzupäppeln. Der Fundus für den IS wird so rasch nicht versiegen.
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