UNO: Mehr als 100'000 Tote im Syrien-Konflikt

Seit über zwei Jahren dauert der Machtkampf zwischen Anhängern Baschar al-Assads und den Rebellen. Die Zahl der Toten geht bereits in den sechsstelligen Bereich, sagt die UNO. Generalsekretär Ban Ki Moon spricht von einer «entsetzlichen» Situation.

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Anschlag

Truppen des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad haben nach Angaben der Opposition ein Flüchtlingslager in Damaskus mit Raketen angegriffen und mindestens 15 Palästinenser getötet. Die meisten Opfer seien Frauen und Kinder, berichteten Oppositionelle. 45 Menschen seien verletzt worden.

Im syrischen Bürgerkrieg sind nach Angaben der Vereinten Nationen mittlerweile mehr als 100'000 Menschen getötet worden. Diese Zahl nannte UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon am Donnerstag in New York, wo er neue Anstrengungen für eine Friedenskonferenz forderte.

Zusammen mit US-Aussenminister John Kerry zeigte sich Ban überzeugt, dass es keine militärische Lösung für den seit 28 Monaten anhaltenden Bürgerkrieg geben könne. Der bewaffnete Konflikt hatte im März 2011 mit Protesten gegen Präsident Baschar al-Assad begonnen und sich zu einem blutigen Bürgerkrieg ausgeweitet.

Oppositionsvertreter und Nichtregierungsorganisationen waren schon seit längerem davon ausgegangen, dass mehr als 100'000 Menschen im Bürgerkrieg getötet wurden. Am Freitag wollen die 15 Mitgliedsländer des UNO-Sicherheitsrates bei einem informellen Treffen erstmals mit Vertretern der syrischen Opposition zusammenkommen.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Wenig Syrien-Flüchtlinge in der Schweiz

    Aus Tagesschau vom 22.7.2013

    Die Flüchtlingswelle ist enorm, rund zwei Millionen Menschen sind bisher aus Syrien vor dem Bürgerkrieg geflohen. Nach Europa und in die Schweiz kamen allerdings nur wenige – es fehlt den Menschen ein Beziehungsnetz. Für die Schweizer Flüchtlingshilfe tun die Behörden allerdings zu wenig für Flüchtlinge aus Syrien.