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International UNO-Sicherheitsrat: Russland fordert Ende der Luftangriffe

Moskau will nicht nur den französischen Resolutionsentwurf bezüglich Syrien im UNO-Sicherheitsrat blockieren – die Russen haben einen neuen eigenen Entwurf verfasst, in welchem sie ein Ende der Luftangriffe fordern.

Ausgebrannter Lastwagen.
Legende: Auch Hilfs-Konvois werden von den Luftangriffen nicht verschont. Keystone

Im Ringen um ein Ende der verheerenden Kämpfe in der syrischen Grossstadt Aleppo hat auch Russland einen eigenen Resolutionsentwurf im UNO-Sicherheitsrat vorgelegt. Die Regierung verlangt darin ein «sofortiges» Ende der Kampfhandlungen vor allem in Aleppo.

Alle Seiten sollten zudem humanitäre Hilfe ermöglichen, heisst es im Text, über den heute im Sicherheitsrat abgestimmt werden soll.

Französischer Antrag hat Vorrang

Der Sicherheitsrat will nach Angaben von Diplomaten aber zuerst über einen französischen Resolutionsentwurf abstimmen. Danach soll die von den USA und Russland Anfang September ausgehandelte Feuerpause wieder aufgenommen werden, damit die eingeschlossene Bevölkerung mit humanitären Hilfen versorgt werden kann. Ausserdem sollen alle syrischen und russischen Kampfflugzeuge am Boden bleiben.

Vorgesehen ist in dem Entwurf auch eine Überwachung der Waffenruhe durch mehrere Vertreter der Syrien-Unterstützergruppe. Diese wird von den USA und Russland geleitet und besteht aus 17 Ländern und drei Organisationen. In ihr sind sowohl Gegner als auch Unterstützer der syrischen Führung versammelt.

Keine Gespräche mehr zwischen den USA und Russland

Gegen diese Resolution will Russland das Veto ergreifen. «Ich sehe keine Möglichkeit, wie wir diese Resolution durchkommen lassen können», sagte UNO-Botschafter Witali Tschurkin.

Russland unterstützt die syrischen Regierungstruppen vor allem mit Luftangriffen bei deren Kampf gegen die Rebellen, die den Osten von Aleppo kontrollieren. Aus Protest gegen die zunehmenden Angriffe auch auf zivile Ziele hatten die USA am Montag ihre Gespräche mit Russland über eine Waffenruhe in Aleppo für beendet erklärt.

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31 Kommentare

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  • Kommentar von Fritz Frei (Fritz Frei)
    Aha, die Massenmörder schlagen eine UNO-Resolution vor statt einfach mit ihrem Morden aufzuhören. Hoffentlich wird diese Regierung wirtschaftlich definitiv fertig gemacht wie früher die ebenso menschenverachtende Sowjetunion.
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    1. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Nichts gelernt! Die Franzosen fordern, dass Kampfjets der Russen & von Assad am Boden bleiben müssen. Die Kampfjets der westlichen Allianz aber dürfen weitere 5 Jahre Bomben über Syrien abwerfen? Sehr bedenklich, dass auch heute wieder gewisse Staaten bestimmen, wer ein Unrechtstaat ist & wer nicht. Z. B. beteiligt sich u. a. auch Deutschland mit Merkel überall an Kriegen der Amis. War einst auch ein menschenverachtender Staat. Dito Frankreich & GB. Die USA ist es immer noch!
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  • Kommentar von Marcel Chauvet (xyzz)
    Man liest hier immer wieder von islamistischen Terroristen. Naja, Assad wird unterstützt vom Iran, der libanesischen Hisbollah und Russland. Inländer sind das fraglos alles nicht, aber zusammen mit Assad die wahren Terroristen, die hier die Hölle auf Erden veranstalten.
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    1. Antwort von Bruno Janthiang (Bruno Janthiang)
      Laut ihrem text Herr Chauvet sind der IS also Pfadfinder?
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  • Kommentar von Marcel Chauvet (xyzz)
    An alle Putinfreunde: Laut ZDF "heute show" vom 07.10.2016 gibt es in Deutschland mittlerweile auch eine Trollfabrik entsprechend Petersburger Vorbild und RT Kids. "Putin ist besser als Jesus".
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    1. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Dumm jetzt, dass vermutlich die meisten Trolle gar nicht an Jesus als Erlöser glauben, gell! Die sind eben viel realistischer! Und dumm war von den Amis zu glauben, man könnte Putin so leicht provozieren wie einst den Choleriker Ch. Soviel Provokation hätte bei diesem schon längst zu einem 3. WK geführt. Also sind halt Trolle froh darüber, dass es mit Putin keinen 2. Ch. im Kreml gibt.
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