Dringlichkeitssitzung UNO-Sicherheitsrat verurteilt Nordkoreas Raketentest

  • Der UNO-Sicherheitsrat hat den jüngsten Raketentest Nordkoreas scharf verurteilt.
  • Kurz zuvor war das Gremium auf Bitten von Japan, Südkorea und der USA zu einer Dringlichkeitssitzung hinter verschlossenen Türen zusammen gekommen.

Der Test verstosse gegen mehrere Resolutionen des Gremiums, hiess es in einer gemeinsamen Mitteilung des Rates, die die schwedische UNO-Vertretung in der Nacht zum Dienstag per Kurznachrichtendienst Twitter veröffentlichte.

Nordkorea hatte den Test vom Sonntag zuvor als Erfolg gepriesen. Das Land verfüge jetzt «über ein weiteres mächtiges Mittel für einen Atomangriff», wurde Machthaber Kim Jong Un von den staatlich kontrollierten Medien zitiert.

Sükoreanische Medien berichten über den Raketentest des Nordens: Auf einem Bahnhof in Seoul laufen Passanten an einem Fernseher vorbei. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Südkoreanische Medien berichten über den Raketentest des Nordens Reuters

Kritik von China und Russland

Auch China kritisierte den Test des international isolierten Nachbarlandes, dem Raketenversuche unter Verwendung ballistischer Raketentechnik durch UNO-Resolutionen untersagt sind. Auch Russland reagierte besorgt.

Inwieweit bei der Sitzung des Sicherheitsrats bereits über neue Strafmassnahmen gegen das kommunistische Regime in Pjöngjang beraten wurde, war zunächst unklar. Der Rat hatte die Sanktionen gegen Nordkorea nach dessen fünftem und bisher stärkstem Atomtest im September abermals verschärft.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • FOKUS: Seltener Einblick in Nordkorea

    Aus 10vor10 vom 6.5.2016

    Sich ein Bild über Nordkorea zu machen, ist schwierig. Die Nation schottet sich systematisch ab. «10vor10» zeigt einen seltenen Einblick: Eine Reportage aus der Hauptstadt Pjöngjang. Die Menschen dort leben in ständiger Angst.