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Angriffe auf Rohingya UNO spricht von «ethnischer Säuberung» in Burma

Die UNO hat die Armee-Angriffe auf die muslimische Minderheit der Rohingya in Myanmar als mutmassliche «ethnische Säuberung» kritisiert.

Rohingya auf der Flucht.
Legende: Nach UNO-Angaben flohen fast 300'000 Rohingya ins Nachbarland Bangladesch. Keystone
  • Allen Erkenntnissen nach sei die Situation aber ein «Musterbeispiel für ethnische Säuberung», sagte UNO-Menschenrechtskommissar Zeid Raad Al Hussein vor dem Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen in Genf.
  • Da die Regierung Menschenrechtsbeobachtern den Zugang verweigere, sei kein umfassendes Bild der Lage vor Ort möglich.

Im seit Jahren schwelenden Konflikt zwischen Rohingya-Rebellen und Regierungsarmee im Bundesstaat Rakhine in Myanmar waren Ende August neue Kämpfe entbrannt. Seitdem wurden hunderte Menschen getötet, nach Uno-Angaben flohen fast 300'000 Rohingya ins Nachbarland Bangladesch.

Die muslimischen Rohingya gelten als eine der am meisten verfolgten Minderheiten der Welt. Weite Teile der buddhistischen Mehrheit in Myanmar betrachten sie als illegale, staatenlose Einwanderer aus Bangladesch, obwohl viele Rohingya seit Generationen in Myanmar leben.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
    Und was sagte die UNO als die ukrainische Armee die Gebiete in der Ostukraine angriff? Da flohen auch Hunderttausende.
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  • Kommentar von James Klausner (Harder11)
    Der Fürer der "Arakan Rohingya Salvation Army" (ARSA) ist ein in Karatschi/Pakistan geborener Bengale namens Atta Ullah, der in einer Islamschule in Mekka/Saudi Arabien erzogen wurde. Weiterbildungskurse bei den Taliban ins Pakistan und in Lybien werden berichtet. Seit Herr Atta Ullah 2012 seine Aktivitäten in Arakan aufnahm, kommt es zu Anschlägen auf Regierungseinrichtungen und schweren Unruhen im Bundesstaat Rakkhine. Die Gründe für den Konflikt eröffnen sich in den Details, nicht in Slogans.
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  • Kommentar von Gisela Niedermann (Gisela Niedermann)
    Im Hintergrund der Krise stehen riesige Ressourcen von Kohlenwasserstoff und Erdgas, die sich vor der Küste Rakhines befinden. China ergriff die Chance um die riesigen Energieresourcen Rakhines abzubauen und baute Ölpipelines. Diese Ölpipeline ermöglicht es den Chinesen, Rohöl aus Nahost und Afrika zu importieren, ohne die Meeresstraße von Malakka benutzen zu müssen. Die Gaspipeline bringt außerdem Kohlenwasserstoffe aus den Offshore-Gebieten vor Myanmar nach China. Gefällt USA gar nicht!
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    1. Antwort von Gisela Niedermann (Gisela Niedermann)
      Der Konflikt hat mindestens drei Dimensionen: Erstens ist das ein Spiel gegen China, denn China hat sehr große Investitionen in Arakan [Rakhine] getätigt.“ „Zweitens zielt [der Konflikt] darauf ab, den muslimischen Extremismus in Südostasien anzufachen … Drittens ist es ein Versuch, Zwietracht in der ASEAN zu sähen.“ Die ASEAN ist der Verband Südostasiatischer Nationen, die einen gemeinsamen Wirtschaftsraum ähnlich der EU erschaffen wollen.
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