Unwetter treffen Philippinen und Malaysia

Nach schweren Überschwemmungen in Südostasien ist die Zahl der Toten weiter gestiegen.

Der schwere Tropensturm «Jangmi» traf die Philippinen im Süden, Osten sowie in der Mitte des Landes. Nach offiziellen Angaben sind mindestens 53 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 121'000 Einwohner mussten wegen der Fluten und Erdrutsche aus ihren Häusern und Wohnungen fliehen, gab der Katastrophenschutz bekannt.

Allein in dem Dorf Mercedes in der Provinz Samar, 525 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila starben 19 Menschen bei einem Erdrutsch. Bei Überschwemmungen in Rondo in der Provinz Cebu kamen 12 Menschen ums Leben. Der Sturm hat sich inzwischen abgeschwächt und soll die Inselgruppe laut Meteorologen bis Freitag verlassen.

Die Regierung wies Kritik zurück, sie sei schlecht auf den Sturm vorbereitet gewesen. «Alle Katastrophenschutzmassnahmen die notwendig waren, wurden getroffen», sagte der Chef der philippinischen Katastrophenschutzbehörde, Alexander Pama. Präsident Benigno Aquino ordnete verstärkte Hilfsmassnahmen an.

Ein Mann schaut auf einen überschwemmten Fluss. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Seit Jahrzehnten gab es keine so starken Regenfälle mehr in Malaysia. Keystone

Monsunregen in Malaysia

Das Unwetter traf auch benachbarte Länder in der Region. Bei den schwersten Überschwemmungen in Malaysias Nordosten seit Jahrzehnten stieg die Zahl der Toten unterdessen auf mindestens 21. Acht Menschen würden noch vermisst, teilte die Polizei mit.

Fast eine Viertelmillion Menschen musste ihre Häuser verlassen. Zudem gab es erste Berichte über den Ausbruch von Krankheiten wie Grippe und Durchfall. Zwar gingen die Wassermassen in Malaysia vielerorts bereits zurück, und für die kommenden Tage sagte der Wetterdienst gutes Wetter voraus. Meteorologen warnten jedoch, dass die Monsun-Phase noch bis März dauere. Schon Ende der Woche könne es neue Regenfälle geben.

Silvesterfeiern abgesagt

Wegen der vielen Katastrophen in den letzten zwölf Monaten haben die Behörden in Malaysia die meisten Neujahrsfeiern abgesagt. Man habe sich im Hinblick auf die drei Flugzeugunglücke und Überschwemmungen im Osten des Landes gegen die Feiern entschieden, hiess es nach offiziellen Angaben.

Mit den umgerechnet gut 840'000 Franken für die nationale Party in der Hauptstadt Kuala Lumpur sollten den Menschen zu Gute kommen, die wegen Hochwassers ihre Häuser verlassen mussten, hiess es nach Regierungsangaben.