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Atomprogramm Nordkoreas US-Flugzeugträger nimmt Kurs auf Koreanische Halbinsel

Legende: Video USA schicken Marineeinheiten Richtung Korea abspielen. Laufzeit 0:20 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 09.04.2017.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die USA haben eine Gruppe von Schiffen unter Führung eines Flugzeugträgers in den Westpazifik entsandt.
  • Man wolle damit die Präsenz vor der Koreanischen Halbinsel verstärken, hiess es aus dem Pentagon. Der Marine-Aufmarsch ist offenbar eine Reaktion auf fortgesetzte Atom- und Raketentests Nordkoreas.
  • In einem Telefonat versicherten sich US-Präsident Trump und Japans Premier Abe derweil erneut ihrer engen Zusammenarbeit im Konflikt um Nordkoreas Aufrüstung.

Washington reagiert auf die fortgesetzten Nuklear- und Raketentests Nordkoreas und schickt eine US-Flugzeugträgergruppe zur Koreanischen Halbinsel. Es handle sich um eine Vorsichtsmassnahme, um die Präsenz und Bereitschaft in der westlichen Pazifikregion zu stärken, sagte ein Sprecher der US-Armee der Nachrichtenagentur AFP.

Die grösste Bedrohung in der Region stelle nach wie vor Nordkorea durch sein «rücksichtsloses, unverantwortliches und destabilisierendes» Raketen- und Atomprogramm dar.

Wechselseitige Drohungen

Nordkorea unterhält trotz umfassender Sanktionen seit Jahren ein Atomwaffenprogramm. Seit 2006 hat das Land insgesamt fünf Atomwaffentests vorgenommen, davon zwei im vergangenen Jahr. Zugleich arbeitet die Führung in Pjöngjang an der Entwicklung von Langstreckenraketen, mit denen atomare Sprengköpfe bis in die USA getragen werden könnten.

US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt gedroht, die USA seien notfalls zu einem Alleingang bereit, wenn China im Streit um das nordkoreanische Atomprogramm nicht den Druck auf Pjöngjang erhöhe. Nordkorea wiederum hatte gedroht, zu einem «erbarmungslosen Schlag» bereit zu sein, falls das Land von den USA provoziert werde.

Trump berät mit Abe

Die USA und Japan versicherten sich derweil erneut ihrer engen Zusammenarbeit im Konflikt um Nordkoreas Raketen- und Atomprogramm. Während eines 45-minütigen Telefonats hätten er und Trump die Wichtigkeit einer engen Koordination bekräftigt, sagte der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe am Sonntag laut japanischen Medienberichten.

Das Telefongespräch der beiden Sicherheitspartner erfolgte nach Trumps Treffen mit seinem chinesischen Kollegen Xi Jinping in Florida. Die USA wollen Peking in dem Konflikt mit Nordkorea in die Pflicht nehmen.

21 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Der "Ich mache alles anders"-Präsident setzt die Tradition der USA noch extremer und dämmlicher fort. Als ihn der militärisch-industrielle Komplex unterstützte, war dies im Wesentlichen klar. Kim hat aus diversen Gründen ein Atomwaffenprogramm. Der Wichtigste ist das Verhalten der USA, überall Regime-Change zu betreiben. Mit den Atomwaffen ist die Hürde für die USA um einiges grösser. In Venezuala dürfte die USA hinter den Unruhen stehen. Dort können sie ihre Strategien gefahrlos umsetzen.
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    1. Antwort von Philipp Etter (Philipp Etter)
      Wir wissen noch nicht, ob Trump ein widerwärtiger Opportunist ist oder ob er mehr oder minder geschickt taktiert. Jedenfalls scheint der Druck auf ihn immens zu sein, unter anderem auch durch die MSM.
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    2. Antwort von André Piquerez (Nemesis1988)
      Kim ist ein Wahnsinniger! das ganze Regime in Nordkorea ist schrecklich, völlig degeneriert...die sind wie im Mittelalter steckengeblieben...eigentlich wäre es wahrscheinlich für alle das beste wenn die USA Kim eliminieren und die ganze Führungsriege auslöschen, denn schlimmer als es jetzt in Nordkorea ist kann es gar nicht mehr werden...es gibt soviele die da verhungern aber Kim lacht nur.....
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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Nordkorea stellt eine Gefahr dar, der man beim Wachsen zusehen kann. Diese Gefahr wird immer grösser und könnte einen Punkt erreichen, ab dem sie nicht mehr beherrschbar ist. China trifft hier die eigentliche Verantwortung. Und China ist auch das einzige Land, das noch eine nichtmilitärische Lösung finden kann. Ist China dazu nicht bereit, wird nichts anderes übrig bleiben, als militärisch zu intervenieren. Das kann wiederum nur die USA übernehmen. So wenig wünschenswert das auch immer ist.
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    1. Antwort von Philipp Etter (Philipp Etter)
      Sorry, aber sich für eine militärische Intervention auszusprechen ist wohl der grösste Schwachsinn, den ich bisher gehört habe. Kim wird mindestens eine A-Bombe haben, von der er weiss, dass sie funktioniert und diese wird er dann zünden. Genau für diesen Fall wollte er nämlich die Atombomben. Man könnte auch sämtliche Sanktionen fallen lassen und ihn einladen, sich am Weltgeschehen vernünftig zu beteiligen. NK ist nicht einzige Diktatur, A-Macht und/oder Menschenrechtsverletzer.
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    2. Antwort von Jacqueline Zwahlen (Jacqueline Zwahlen)
      Herr Kerzenmacher, solange es keinen eskalativen Erstschlag gibt, gibt es immer eine Alternative zum Krieg. Was die USA gerade machen, ist, einen Erstschlag NKs herauszufordern! Die Amis werden Kim nicht zur Vernunft bringen, sondern zu einer Verzweiflungstat treiben. Das kann doch niemand wollen! Ausser die USA.
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  • Kommentar von Jerome Gerster (jgerster)
    Die USA, die sich laut Präsident Trumps früheren Aussagen nicht mehr als Weltpolizist aufführen wollen, geben gerade richtig Gas, um den Bush-Kurs schnell wieder aufzunehmen.
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