US-Jets greifen im Irak Konvoi mit IS-Anführern an

Die Kämpfe gegen die Terrormiliz Islamischer Staat IS im Irak und in Syrien gehen weiter. US-Kampfjets haben einen Konvoi mit Anführern der Dschihadisten ins Visier genommen.

Abu Bakr al-Baghdadi predigt in einer Moschee. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der IS-Anführer Abu Bakr al-Baghdadi soll sich mit IS-Kommandanten getroffen haben. Reuters

Die von den USA geführte Allianz gegen den Islamischen Staat (IS) soll bei einem Luftangriff einen Konvoi von Führern des IS in Irak beschossen und zerstört haben. Dabei seien «viele» der Militanten getötet worden, darunter zwei regionale Chefs, zitierte die «New York Times» einen irakischen Sicherheitsbeamten und einen Kommandanten.

Gerüchte, nach denen bei dem Angriff der Anführer der Dschihadisten, Abu Bakr al-Baghdadi, entweder verletzt oder getötet worden sei, bestätigten sie nach Angaben der Zeitung aber nicht. Sie hätten keine gesicherten Informationen darüber, dass sich al-Baghdadi in der Gruppe befunden habe.

US-Armee kann weder bestätigen noch dementieren

Gemäss dem US Central Command (Centcom) für den Nahen Osten, sind am Freitagabend eine Reihe von Luftschlägen in der Nähe von Mossul im Irak erfolgt. Die militärischen Aktionen hätten einen Fahrzeug-Konvoi aus zehn bewaffneten Lastwagen zerstört.

Der Kommandant des Centcom präzisierte in einem Communiqué, man könne nicht bestätigen, ob sich der IS-Anführer Abu Bakr al-Baghdadi in einem der beschossenen Fahrzeuge befunden habe. Auch aus dem Irak gab es keine offizielle Stellungnahme.

Raffinerie zurückerobert

Am Sonntag ist auch den irakischen Regierungstruppen offenbar ein wichtiger Schlag gegen den IS gelungen. Soldaten rückten nach Angaben eines Offiziers ins Zentrum der von den Islamisten besetzten Industriestadt Baidschi ein. Ganz in der Nähe liegt die grösste Raffinerie des Landes.

Über Baidschi laufen zudem wichtige Nachschubrouten der Extremisten, die Teile des Irak und des benachbarten Syriens unter ihre Kontrolle gebracht haben. Ein Bewohner sagte der Nachrichtenagentur Reuters in einem Telefonat, dass seit dem Vorstoss der Armee Kämpfe tobten.