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International US-Streitkräfte müssen Gürtel enger schnallen

Truppenabbau, Kampfjets durch Drohnen ersetzen und Stützpunkte schliessen: Die Supermacht USA dreht bei der Armee an der Sparschraube. Nach den Plänen von US-Verteidigungsminister Chuck Hagel soll sie auf die kleinste Truppenstärke seit dem Zweiten Weltkrieg schrumpfen.

Legende: Video US-Regierung will Truppenstärke reduzieren abspielen. Laufzeit 01:19 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 25.02.2014.

Die Budgetkürzungen im US-Haushalt machen auch nicht vor den Streitkräften halt. US-Verteidigungsminister Chuck Hagel hat drastische Einsparungen beim Militär angekündigt. Das Heer mit derzeit 520'000 aktiven Soldaten solle um rund 15 Prozent verkleinert werden, sagte der Pentagonchef. Die Truppenstärke würde dadurch auf unter 450'000 Soldaten sinken und wäre damit so gering wie zuletzt vor dem Zweiten Weltkrieg. Auch die Zahl der Reservisten und Nationalgardisten werde gekappt.

Hagel kündigte an, die Marineinfanterie von 190'000 auf 182'000 Soldaten zu verkleinern. Bei der Luftwaffe soll die gesamte Flotte der A-10-Kampfjets stillgelegt werden, was Milliarden einspare. Die berühmten U-2-Spionageflugzeuge sollen komplett durch unbemannte Drohnen ersetzt werden. Die Marine müsse die Hälfte der 22 Kreuzer weitgehend aus dem Verkehr ziehen, bis das Geld da sei, um sie zu modernisieren. In Europa ist schon sehr bald die Schliessung weiterer Stützpunkte möglich.

Widerstand im Kongress

Die Vorschläge sind Teil des Budgetentwurfs von US-Präsident Barack Obama, der in der kommenden Woche vom Weissen Haus vorgelegt werden soll. Hagel sagte, die Kürzungen seien nach eingehenden Gesprächen mit der Militärführung beschlossen worden.

Es ist unklar, ob der Kongress die Einschnitte billigen wird. Konservative Abgeordnete, Vertreter der Rüstungsindustrie und Veteranenverbände hätten schon Widerspruch angemeldet, berichtete die «New York Times».

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14 Kommentare

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  • Kommentar von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
    Im Zeitalter des Internets wird Lebensstandard landesweit verglichen. Als Folge daraus muss das Nationaleinkommen zur Erhöhung des Wohlstands eingesetzt werden. Militärmacht nützt nicht mehr für koloniale Unterwerfungen, denn deren Auswirkungen werden vom Internet global aufgezeigt. Daher ist die Entscheidung das Militär zu verkleinern nur logisch, obwohl die von der Reduzierung betroffenen Bereiche jetzt vor Umstellungsprobleme stehen und deshalb opponieren.
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  • Kommentar von Hans König, Häusernmoos
    Bestimmt haben die Amerikaner in der Verganganheit viele Fehler gemacht. Wer hat Europa im 2. Weltkrieg rausgehauen und wie viele Amerikaner haben für uns ihr Leben hergegeben. Davon profitieren konnte die Schweiz und besonders die heutige Generation - wie feige sind wir? Jetzt in der warmen Stube über die Amerikaner herfahren, ist kurzsichtig und dumm. Wenn China und Russland aufrüsten, bauen die UAS ab.
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    1. Antwort von Eddy Dreier, Burgdorf
      Die Amis haben das ganz sicher nicht aus Gutmütigkeit gemacht. Hätten sie Nazideutschland nicht angegriffen, wo es am schwächsten war, wären die USA selbst unter die Räder gekommen. Selbstschutz und nichts weiter. Und die Kriegsjahre zuvor war die USA der grosse Kriegsgewinnler - nichts weiter.
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    2. Antwort von Robert Heydrich, Zürich/Berlin
      @König: Falsch, die Schweiz hat von Nazideutschland großartig profitiert und ein sehr freundschaftliches Verhältnis zu des Größen des Reichs gepflegt. Die Amerikaner führen da Krieg wo es Ihnen etwas nützt, alles andere ist Propaganda der Siegermächte und hat nichts mit der Wahrheit zu zu tun.
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    3. Antwort von Hans König, Häusernmoos
      @Heydrich: Ihre Rechtfertigung ist nicht verwunderlich. Was der angehimmelte Führer angerichtet hat, ist einmalig in der westlichen Welt. Die Schweiz wäre auch überrant worden, Hilter fürchtet die hohen Verluste. Vertiefen sie sich gründlich in den echten Akten, dann würden sie nicht so schreiben. Meinerseits achte ich die Amerikaner und gedenke an die 100'000e Toten, welche für unsere - aber auch für ihre - Freiheit gestorben sind. Leider gibt es noch heute Deutsche mit Hochmut - bedenklich!
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    4. Antwort von Hans König, Häusernmoos
      @Dreier: Der Angriff auf Pearl Harbor wird als ein entscheidender Wendepunkt im Zweiten Weltkrieg angesehen, weil er der Auslöser für den Kriegseintritt der USA war. Bitte, lesen sie die neutralen unabhängigen Kriegsbücher Herr Dreier!!! Nebenbei darf auch erwähnt werden, dass die Amerikaner (Präsident Reagan) das Überrennen durch die Russen (mit Breschnew) und dadurch den 3. Weltkrieg am Schluss des Kalten Krieges verhindert haben.
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    5. Antwort von Robert Heydrich, Zürich/Berlin
      @König: Sie glauben doch nicht ernsthaft an die relativ preiswerte Geschichtsschreibung der Sieger? Von wahrer Historik haben Sie wie es aussieht noch nie etwas gehört, sehr bedenklich. Es gibt auch Wissenschaftler welche nicht den Einheitsbrei wiederkäuen, diese werden Ihnen den echten Grund des Kriegs erklären welcher der Neid gegenüber des Dritten Reichs war. "Deutschland wird zu stark, wir müssen es zerschlagen." Winston Churchill 1936
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  • Kommentar von Michael Cavegn, Susch
    Wie ironisch, dass als Symbolbild eine F-117 gezeigt wird, die seit 2008 ausgemustert ist...
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    1. Antwort von SRF News Online
      Danke für den Hinweis. ^cs
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