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E-Mail-Affäre schadet Clinton
Aus Tagesschau vom 31.10.2016.
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US-Wahlen «Ein einmaliges Vorgehen»: Clinton attackiert FBI-Chef

Unmittelbar vor der Wahl wird die demokratische Präsidentschaftskandidatin von der E-Mail-Affäre eingeholt. Publik gemacht hatte die neuerlichen Untersuchungen FBI-Chef James Comey – ein Republikaner. Bei einem Wahlkampfauftritt reagierte Clinton heftig.

Die US-Demokratin Hillary Clinton hat das jüngste Vorgehen von FBI-Chef James Comey in der E-Mail-Affäre als «zutiefst besorgniserregend» kritisiert. So kurz vor der Wahl zu enthüllen, dass die Bundespolizei neu gefundene E-Mails aus ihrer Zeit als Aussenministerin untersuche, sei «merkwürdig» und ein in seiner Art «bisher einmaliges» Vorkommnis, sagte die Präsidentschaftskandidatin in Daytona Beach (Florida).

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Peter Düggeli: «Donald Trump ist noch nicht abgeschrieben»
Aus Tagesschau vom 31.10.2016.
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Erneut forderte sie Comey auf, alle Informationen im Zusammenhang mit den neuen Untersuchungen auf den Tisch zu legen. Weiter warf Clinton ihrem Rivalen Donald Trump vor, neue Lügen zu fabrizieren, um sie auf dem Weg ins Weisse Haus zu stoppen.

Trump trumpft auf

Dieser nutzte die neuerlichen Ermittlungen, um zu massiven Angriffen gegen seine Rivalin auszuholen. Clinton stelle ihre eigenen Macht- und Geldinteressen über das Wohl der Nation und habe alles getan, um ihr kriminelles Verhalten zu vertuschen, sagte Trump am Samstag bei mehreren Wahlkampfauftritten.

Clintons Korruption zerstöre «die amerikanische Seele». Im Fall eines Wahlsieges würde sie im Gegenzug zu persönlichen Vorteilen «das Oval Office so rasch zum Verkauf anbieten, dass euch schwindelig würde».

Laut SRF-Korrespondent Peter Düggeli ist Donald Trump noch nicht abgeschrieben. Aber die Bomben, welche in diesem Wahlkampf explodiert sind, hätten zwar die Umfragen beeinflusst, das Rennen aber nicht vollständig auf den Kopf gestellt.

Comey informiert Kongressmitglieder

FBI-Chef Comey hatte am Freitag in einem Brief an führende Kongressmitglieder mitgeteilt, dass die Bundespolizei im Zuge von Ermittlungen gegen einen Ex-Abgeordneten auf dessen Computer Mails gefunden habe und nun eine etwaige Relevanz im Zusammenhang mit der E-Mail-Affäre prüfe. Einem Insider zufolge war das US-Justizministerium gegen die neue Enthüllung des FBI so kurz vor dem Wahltermin.

Der FBI-Chef habe in der Vergangenheit gezeigt, dass er fähig sei, ohne politische Scheuklappen zu agieren, erklärt Düggeli.

Clinton hatte in ihrer Zeit als Aussenministerin auch dienstliche Korrespondenzen über ihren privaten Server abgewickelt. Der Ex-Abgeordnete, auf dessen beschlagnahmten Computer anscheinend die Mails gefunden wurden, ist mit Clintons engster Vertrauten Huma Abedin verheiratet, die sich aber inzwischen von ihm getrennt hat.

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56 Kommentare

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  • Kommentar von Erich Nussbaum  (Erich Nussbaum)
    Ist das versenden von E-Mails generell ein Verbrechen? Kommt es darauf an, an wen sie adressiert sind? Kommt es darauf an was drin steht? Besteht das Verbrechen darin, dass sie den falschen Server benutzt hat? Wir wissen es nicht. Jedenfalls ist es schlimmer als Watergate! Soviel wissen wir, immerhin!
  • Kommentar von Manuela Fitzi  (Mano)
    Also das ist jetzt schon etwas enttäuschend von Hillary, sorry. Trump mit Geschehnissen von den Neunzigern und anfangs Zweitausender Jahre anzugreifen, damit zu appellieren, dass dies "seinen wahren Charakter zeigen" und dann sich über Gleichwertiges so verwundert zu zeigen - das zeigt ja auch den wahren Charakter. Entweder eine grosse Portion Naivität oder eine grosse Portion Manipulationskraft. Eher Letzteres.
  • Kommentar von Christof Zoll  (Xof)
    Ich warte lange schon auf ein Symbol 'Daumen nach unten'. Einige Kommentare verdienen nur das!
    1. Antwort von Christa Wüstner  (Saleve2)
      Das wäre aber sehr unfair. Dann könnten die Gegner Links gegen Rechts oder umgekehrt, aber wortlos zuschlagen. Also dann würde ich aufhören meine eigene Meinung abzugeben, obwohl ich parteilos bin.
    2. Antwort von Nicolas Dudle  (Nicolas Dudle)
      Xof, wollen Sie die Polarisierung wirklich noch weiter fördern, sich noch weiter von konstruktivem Austausch entfernen? Was bezwecken Sie ansonsten damit?