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US-Wahlen Michael Moore: «Wir demonstrieren, bis Trump sein Amt niederlegt»

Unter den Tausenden, die in New York zum Trump-Tower marschieren, ist auch der US-Filmemacher und Aktivist Michael Moore. Er will aber mehr als «nur» vor den Wolkenkratzer stehen. Er will dem neugewählten Präsidenten Donald Trump sagen, er solle das Amt nicht annehmen.

Legende: Video Michael Moore: «Wir sind noch nicht fertig» abspielen. Laufzeit 00:45 Minuten.
Aus News-Clip vom 12.11.2016.

Der Dokumentarfilmer Michael Moore gilt als einer der wortgewaltigsten Wortführer der Anti-Trump-Bewegung in den USA. Und das nicht erst seit dessen Wahl. Für Moore ist die Teilnahme an der Gross-Demonstration in New York gewissermassen Pflicht. SRF hat Moore beim Marsch zum Trump-Tower getroffen.

SRF: Wie lange dauern diese Proteste?

Michael Moore: Wir werden jeden Tag demonstrieren, bis Trump zurücktritt.

Kann er denn zurücktreten?

Natürlich kann er, er ist ein Mensch, er hat ein Gewissen. Er weiss, die Mehrheit der Amerikaner hat Hillary Clinton gewählt, nicht ihn.

Wir demonstrieren, bis Trump zurücktritt.
Autor: Michael MooreRegisseur

Sogar einige Linke sagen, es sei undemokratisch, die Wahl nicht zu akzeptieren. Was sagen Sie dazu?

Man muss das Resultat akzeptieren und das Resultat ist: Hillary Clinton hat gewonnen.

Was denken Sie über die Anzahl der Menschen in New York?

Das ist wundervoll. Ich habe noch nie eine so grosse Demonstration hier in Manhattan gesehen. Nicht bei «Occupy Wallstreet», nicht beim Irak-Krieg. Das ist beeindruckend.

Ist es nicht zu spät? Die Wahl war am Dienstag.

Es ist niemals zu spät. Nicht in einem freien Land. Wir sind noch nicht fertig.

Das Gespräch führte SRF-Korrespondent Thomas von Grünigen.

Michael Moore

Der Filmemacher Michael Moore wurde durch «Bowling for Columbine» oder «Fahrenheit 9/11» bekannt. Er gilt als scharfer Kritiker der Regierung von George W. Bush, insbesondere des Irak-Kriegs. Mit seinem Buch «Stupid White Men» landete er 2001 einen internationalen Bestseller. Im Juli sagte Moore die Wahl Trumps in einem Blogeintrag voraus.

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155 Kommentare

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  • Kommentar von Severin Heck (Selber denken und prüfen)
    Ich kann den Herrn Moore nicht verstehen... In seinem ersten Film 'Roger and Me' Kritisiert er die Auto-Firmen aus Detroit, welche die Produktion auslagerten. Auch wurde angesprochen, dass Importierte Fahrzeuge den lokalen Markt zerstörten. ... (Lokale Märkte=Geschlossen Güter und Geldkreisläufe=Grundkonzept von Nachhaliggkeit). Jetzt kommt Trump und Thematisiert genau das Firmen 'Neoliberal' auslagern. Und macht, was typischerweise Sozialistische Regierungen tun, er betreibt Protektionismus.
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  • Kommentar von Maligan Jury (jury maligan)
    5.Versuch: Die Egozentrik des Journalismus hat auch SRF voll im Griff. Jetzt bekommt auch noch ein "Aktivist", einen guten Platz in den News. Sie wollen einfach nicht begreifen, dass der unerwünschte Kandidat gewonnen hat und bringen dauernd Negativmeldungen. Hört doch bitte auf mit dem Gehabe.
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    1. Antwort von Michael Kerr (mikerr)
      Völlig einig wegen Moore. Aber sagen das vom Platz auch, wenn der Literaturclub ein Buch bewirbt, wenn Elvis eine neue CD herausbringt, und wenn Quartalsberichte praktisch 1:1 heruntergebetet werden?
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  • Kommentar von Verena Eberhard (Verena Eberhard)
    Na ja der ist ja so etwas von peinlich. Ich finde es tragisch, dass die Linken Wahlen die ihnen nicht passen, nicht akzeptieren. Das ist bei uns in der Schweiz genau gleich.
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