USA schieben Guantanamo-Häftlinge ab

Die USA haben zwei Häftlinge aus dem Gefangenenlager Guantanamo in den Sudan entlassen. Was den beiden zur Last gelegt wurde, ist immer noch unbekannt.

Zwei Männer umarmen sich und der eine lächelt. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ibrahim Idris begrüsst Verwandte bei seiner Ankunft am Flughafen in der sudanesischen Hauptstadt Khartum. Keystone

Die beiden Sudanesen Uthman Mohammed und Ibrahim Othman Ibrahim Idris werden nach mehrjähriger Haft im Gefangenenlager Guantanamo zurück in ihr Heimatland abgeschoben.

Mohammed wurde ein Teil seiner 14-jährigen Haftstrafe erlassen, nachdem er 2011 vor einem Militärgericht ein Schuldeingeständnis abgelegt hatte. Ausserdem habe er mit den Strafverfolgern zusammengearbeitet, so das Verteidigungsministerium. Was den Sudanesen zur Last gelegt wurde, teilte die Behörde nicht mit.

Schliessung versprochen

Der zweite entlassene Häftling Idris wurde nicht einmal angeklagt. Ein US-Bezirksgericht hatte darum seine Freilassung Anfang Oktober angeordnet.

Das Gefängnis in Guantanamo auf Kuba wurde nach den Anschlägen vom 11. September 2001 vom damaligen Präsidenten George W. Bush errichtet. Personen unter Terrorverdacht wurden dort unter fragwürdigen Bedingungen von den USA festgehalten. Laut dem Verteidigungsministerium befinden sich noch 158 Häftlinge im Gefangenenlager auf Kuba.

US-Präsident Obama hatte in seinem ersten Wahlkampf im Herbst 2008 versprochen, das Gefangenenlager zu schliessen.