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G20-Gipfel in Hamburg USA und China mit Zugeständnissen

Den Eklat verhindert: Die Top-Wirtschaftsmächte haben sich im Handelsstreit geeinigt. Protektionismus soll passé sein.

Gruppenbild.
Legende: Wegen Trumps Abschottungspolitik war ein klares Bekenntnis auch der Amerikaner gegen Protektionismus lange unklar. Keystone

Die G20-Staaten haben sich beim Gipfel in Hamburg auf einen Kompromiss im Handelsstreit geeinigt. Laut Medienberichten bekennen sie sich zum freien Handel und gegen Protektionismus. Allerdings wird «die Rolle legitimer Verteidigungsinstrumente im Handel» anerkannt.

Einigung im Handesstreit

Mit der Kompromissformel konnte ein Eklat verhindert werden. Das endgültige G20-Communiqué soll am Samstagnachmittag verabschiedet werden. Laut dem Dokument, auf das sich Unterhändler in der Nacht einigten, sprechen sich die G20 für einen «wechselseitigen und gegenseitig vorteilhaften Rahmen für Handel und Investitionen aus» und den Grundsatz der Nichtdiskriminierung aus. Die G20 wollen «den Kampf gegen Protektionismus einschliesslich aller unlauterer Handelspraktiken» fortsetzen.

Wegen der Abschottungspolitik von US-Präsident Donald Trump und seines nationalistischen «America-First»-Kurses war ein klares Bekenntnis auch der Amerikaner gegen Protektionismus lange fraglich. Freihandel und offene Märkte sind auch im Kreis der führenden Wirtschaftsmächte inzwischen keine Selbstverständlichkeit mehr.

Hintergrund ist auch die Befürchtung der G20-Partner, dass die USA trotz aller Lippenbekenntnisse protektionistische Strafzölle gegen Stahlimporte verhängen – wegen angeblicher Dumpingpreise und einer möglichen Bedrohung der nationalen Sicherheit.

Noch keine Einigung beim Klima

Beim Klimaschutz sei eine Einigung weiter offen, hiess es. Mehr dazu hier:

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17 Kommentare

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  • Kommentar von E. Waeden (E. W.)
    Die Kanzlerin:" Protektionismus müsse passé sein", war das nicht auch ein Seitenhieb gegen die Schweiz? Und ausgerechnet Kanzlerin Merkel spricht davon, wo es doch Deutschland ist, welches den Protekionismus für sich selber gerne pflegt. Würden sie es tun, wären sie nicht Exportweltmeister geworden. Zu Lasten Ländern in der EU inkl. Ländern im Afrika usw.
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  • Kommentar von Tim Buesser (TimBue)
    Und was ist mit in DE via EEG mit 30 Mia€ subventionierten Strom, den DE ins europäische Stromnetz pumpt, deren Marktwert aber nur 4 Mia€ ist? Oder EU weite Agrarsubventionen, "dank" denen und EU-"Freihandel" die Eigenproduktion in Nordafrika abgewürgt wird, mit unabsehbaren Migrationsfolgen. Endlose Heuchlerei bei denen, die andere mit Vorwürfen eindecken.
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  • Kommentar von Michael Räumelt (Monte Verita)
    Offensichtlich wissen einige hier nicht, dass Ivanka Trump Jüdin ist,dieser Umstand spielte im Präsidentschaftswahlkampf eine bedeutsame Rolle. Denn die strategisch wichtigsten jüdischen Wähler der USA wurden immerhin von Ivanka Trump mobilisiert. Sie ist deshalb mächtiger als man vermutet und deshalb wird Ihre Schattenrolle im Weissen Haus International immer bedeutsamer. Den Job als "Präsidentenflüsterin" macht Sie hervorragend.
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    1. Antwort von Christian Szabo (C. Szabo)
      Ivanka Trump hat zusammen mit ihrem Mann Kushner grossen Einfluss auf gewisse Themen in der US-Politik. Ausserdem gilt sie in der Trump-Familie als die Intelligenteste. Jeder, der die Trump'sche Politik verfolgt hat, sollte das wissen. Geschäftstüchtig ist Ivanka so ganz nebenbei. Immer wo ein Deal für den Trump-Konzern möglich ist, steht sie "Gewehr bei Fuss".
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