Zum Inhalt springen

Header

Inhalt

International USA und EU: Gemeinsam zur weltgrössten zollfreien Handelszone?

Die EU und die USA beginnen Verhandlungen über die grösste Freihandelszone der Welt. Am Ende der Gespräche könnte ein riesiger gemeinsamer Wirtschaftsraum stehen – ohne Zölle, Quoten und andere Handelsbarrieren.

Die Gespräche über das Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU können beginnen. Es werde noch heute gemeinsam mit US-Präsident Barack Obama grünes Licht gegeben, sagte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso vor Beginn des G8-Gipfels am nordirischen Lough Erne. Die erste Gesprächsrunde startet nach den Worten von US-Präsident Barack Obama bereits am 8. Juli in Washington.

Neue Autos der Marke Volkswagen vor einem Transportschiff.
Legende: Rund 40 Prozent der weltweiten Autoverkäufe entfallen auf den US- und EU-Markt. Doch noch immer existieren Zölle. Reuters

Dauer der Verhandlungen unklar

Der Abbau von Zöllen und anderen Handelshemmnissen soll vor allem für neue Wachstumsimpulse und Arbeitsplätze sorgen. Die Freihandelszone wäre mit 800 Millionen Einwohnern so gross wie keine andere auf der Welt.

US-Präsident Obama zeigte sich voller Zuversicht. «Wir schaffen neue Arbeitsplätze und neues Wachstum auf beiden Seiten des Atlantiks», sagte er. Für die EU sprachen Kommissionschef José Manuel Barroso und Ratspräsident Herman Van Rompuy von einem Projekt, das den Wohlstand künftiger Generationen sichern helfe.

Die USA wie die EU stehen in scharfem Wettbewerb mit aufstrebenden Nationen wie China, Indien und Brasilien.

Wann das Freihandelsabkommen steht, ist unklar. «Ich kann nicht genau sagen, wie lange die Verhandlungen dauern werden», räumte Barroso ein und sprach von einigen Jahren. Ursprünglich war 2015 angepeilt worden. Auch Van Rompuy erwartet schwierige Verhandlungen: «Es gibt keine Zauber-Lösungen.»

Milliardenschwere Einsparungen möglich

Die EU und die USA stehen gemeinsam für fast die Hälfte der weltweiten Wirtschaftsleistung. Rund ein Drittel der globalen Handelsströme entfallen allein auf sie.
 
Jeden Tag werden etwa zwei Milliarden Euro in Gütern und Dienstleistungen zwischen beiden Seiten ausgetauscht. Unterschiedliche technische Normen, Sicherheitsstandards oder Wettbewerbsvorschriften schränken den Handel jedoch ein. Der Verzicht auf Zölle und die Angleichung von Produktstandards könnten Einsparungen in dreistelliger Milliardenhöhe bringen.

Video
G8-Gipfel in Nordirland
Aus Tagesschau vom 17.06.2013.
abspielen

Keine Konkurrenz mit Hollywood

Der Weg für die Gespräche über das bilaterale Handels- und Investitionsabkommen war erst in der Nacht zum Samstag freigemacht worden. Die zuständigen EU-Minister beschlossen nach längerem Streit eine gemeinsame Verhandlungsbasis mit den USA.
 
Frankreich setzte sich dabei mit der Forderung durch, Film, Musik und andere Medien aus den Verhandlungen zunächst auszuschliessen. Paris fürchtet, dass seine Kulturindustrie Nachteile etwa gegenüber Hollywood in Kauf nehmen müsste, wenn beim Abschluss eines Freihandelsabkommens Subventionen wegfallen.

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Alex Bauert , Bern
    «Die Freihandelszone wäre mit 800 Millionen Einwohnern so gross wie keine andere auf der Welt.» Bereits China ist eine grössere Zone, wenn es nur nach der Anzahl BewohnerInnen geht ... ;-) Beim Bruttosozialprodukt sieht es etwas anders aus.
  • Kommentar von S. Sugano , Therwil
    Und wie sieht das bei Privaten Personen aus, die aus dem z.B. USA Urlaub in die EU zurueck kehren, und am Zoll Ihre Ware verzollen muessen?
    1. Antwort von Hans Haller , Kölliken
      Ja das ist dann aber was ganz anderes. (smile)