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International USA wollen syrische C-Waffen vernichten

Washington ist bereit, sich an der Zerstörung syrischer C-Waffen zu beteiligen: Die USA wollen die giftigsten Chemiewaffen auf einem Schiff auf See vernichten. Laut den internationalen Chemiewaffen-Experten der OPCW übernehmen sie auch die Kosten der Aktion.

Experten mit Gasmasken
Legende: Die internationalen Chemiewaffen-Experten der OPCW sind mit der Vernichtung der C-Waffen in Syrien beauftragt. Keystone

Ein Teil der syrischen Chemiewaffen-Bestände wird nach Angaben der zuständigen Experten von den USA auf dem Meer zerstört.

Die Vereinigten Staaten wollten rund 500 Tonnen der tödlichsten Kampfstoffe, darunter Sarin und Nervengas, auf See vernichten. Dies erklärte der Generaldirektor der OPCW, Ahmet Üzümcü. «Zurzeit wird ein geeignetes Marineschiff technisch umgerüstet, um die Operation zu unterstützen und die Kontrollen der OPCW zu ermöglichen.»

Die Chemikalien sollen durch Hydrolyse neutralisiert werden. Dabei werden chemische Verbindungen durch den Kontakt mit Wasser gespalten. Die USA hätten angeboten, dafür auch die Kosten zu übernehmen, heisst es in einer Erklärung des Generaldirektors der OPCW, Ahmet Üzümcü.

Die übrigen rund 800 Tonnen Chemikalien, darunter auch Stoffe für die industrielle Produktion, sollen in kommerziellen Unternehmen weltweit vernichtet werden. Bisher hätten sich dafür 35 Firmen gemeldet, teilte die OPCW mit.

Die syrischen Bestände umfassen mehr als tausend Tonnen C-Waffen. Nach OPCW-Angaben wurden von den 23 erklärten Chemiewaffenstandorten in dem Bürgerkriegsland alle bis auf einen fristgerecht überprüft.

Video
Belgien könnte Chemiwaffen zerstören
Aus Tagesschau vom 30.11.2013.
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Könnte Belgien ebenfalls helfen?

Belgien hat Erfahrung mit der Vernichtung von Chemie-Waffen. Wo vor fast 100 Jahren der erste Weltkrieg tobte, stecken noch immer gefährliche Blindgänger im Boden. 100 Tonnen davon werden jedes Jahr gefunden, auch solche mit Chlor-Arsen-Kampfstoffen und Senfgas. Gift, das unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen zerstört werden muss. Ob Belgien tatsächlich bei der Zerstörung der syrischen C-Waffen helfen will, möchte das Land aber offen lassen.

Giftgaseinsatz im August

Gemäss einer vom UNO-Sicherheitsrat im September verabschiedeten Resolution muss das C-Waffen-Arsenal von Machthaber Baschar al-Assad bis Mitte 2014 vollständig vernichtet sein. Die Anlagen zur Produktion der Waffen und zum Füllen der Munition wurden nach Angaben der OPCW bereits zerstört.

Im August wurden nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus bei einem Angriff Giftgas eingesetzt. Dabei kamen mehr als 1400 Menschen ums Leben. Die USA gaben den Truppen von Präsident Baschar al-Assad die Verantwortung und drohten mit einem Militärschlag. Daraufhin willigte die Führung in Damaskus ein, ihr Chemiewaffenarsenal zu vernichten.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Fadri Pitsch , 8004 Zürich
    Die armen Fische. Nein das sollten die USA nicht tun.Hoffe, dass der Rest der Welt endlich erwacht. Albanien könnte dies in den Steinbrüchen locker übernehmen. Aber es kostet, das sollten die Lieferanten der Chemie übernehmen. Man kennt ja die Zulieferer. Danke Herr Wieser, aber die USA soll sich da raushalten und nicht wieder einen Profit riechen. Lösen Sie die Probleme selber drüben, denn bald ist Januar und da fehlt wieder GELD.
  • Kommentar von Walter Wieser , USA
    Wie ueblich uebernehmen wir wieder die Sch.....arbeit und natuerlich auch deren Kosten. Wie ueblich wird niemand thank you America sagen sondern man wird wieder irgendein Gemecker vom Stapel lassen. Und die Russen als Lieferanten der Giftstoffe und der dazugehoerenden Ausruestung lachen sich den Ranzen voll weil sie schon bald wieder liefern, (verkaufen) koennen. So laeuft es nun mal in der westlichen Politik. Wie ueblich....
    1. Antwort von Eddy Dreier , Burgdorf
      Ihrem Gejammer ist zu entnehmen, dass die USA ein richtiges Verlierervölkchen wurde. Muha ha ha
    2. Antwort von Eddy Dreier , Burgdorf
      Erwarten Sie auch dank, dass Sie überall in der Welt Uranmunition verschiessen oder wie war das genau?
    3. Antwort von M. Haener , Büsserach
      Danke, dass ''ihr'' Syrien nicht bombardiert habt, ''nice up'' .
    4. Antwort von Walter Kathriner , Sarnen
      ich danke Ihnen, wenn Sie nach Kuba flüchten, dort haben die vorallem ein gutes Krankheits-Pflegesystem.