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International Verhärtete Fronten im Sicherheitsrat: Keine Hoffnung für Aleppo

Zum fünften Mal in fünf Jahren hat Russland eine Syrien-Resolution im UNO-Sicherheitsrat per Veto scheitern lassen. Der von Frankreich und Spanien eingebrachte Resolutionsentwurf hatte eine Flugverbotszone im Raum Aleppo vorgesehen und freien Zugang für humanitäre Hilfe verlangt. Daraus wird nichts.

Zerstörter Strassenzug in Aleppo.
Legende: Gegenläufige Interessen im UNO-Sicherheitsrat blockieren eine Atempause für die Bevölkerung von Aleppo. Reuters

Am Ende der Dringlichkeitssitzung des UNO-Sicherheitsrates trat ein sichtlich frustrierter französischer Aussenminister vor die Medien.

Weil ein Land, Russland, sein Veto eingelegt habe, sei die Resolution gescheitert, die das Blutvergiessen in Aleppo wenigstens vorübergehend hätte stoppen können, sagte Jean-Marc Ayrault. Gleich mehrere Sicherheitsratsmitglieder griffen Russland wegen seines «Njet» aussergewöhnlich scharf an.

«Anti-russische Haltung»

Dessen UNO-Botschafter Vitaly Tschurkin seinerseits bezeichnete die Sondersitzung als Zeitverschwendung und warf seinen Diplomatenkollegen eine «anti-russische Haltung» vor. Worauf Ayrault empört erklärte: Glauben Sie, Frankreich müsse sich von irgendjemanden Lektionen erteilen lassen, ausgerechnet von Russland?

Unerwartet kam das russische Veto nicht. Verheerend ist es für hunderttausende von Bürgern in und um Aleppo trotzdem.

Moskau wittert offenbar Chance

Offenkundig sieht Moskau zurzeit die grosse militärische Chance, die von der Opposition kontrollierten Teile von Syriens Wirtschaftshauptstadt für das Assad-Regime zurückzuerobern. Und diese Chance will man sich nicht dadurch nehmen lassen, dass eine Flugverbotszone beschlossen würde, die russische Luftangriffe verböte.

Moskau unterbreitete dem mächtigsten UNO-Gremium seinerseits einen alternativen Resolutionsentwurf.

Dieser enthielt weder das zentrale Element einer Flugverbotszone noch den sofortigen und ungehinderten Zugang für humanitäre Hilfe in die belagerten Teile Aleppos. Der russische Vorstoss scheiterte deutlich.

Todeszone Aleppo

Seit dem Scheitern einer von den USA und Russland vermittelten Waffenruhe am 19. September wurden in Aleppo laut der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte mindestens 305 Zivilisten getötet, darunter 57 Kinder.

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20 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Keine Hoffnung für Aleppo. Schreibt SRF das auch, wenn der Sturm auf Mosul losgeht?
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  • Kommentar von N. Belg (Sinilga)
    Die Aussage von Ayrault zeigt nur westliche Arroganz. Aber das ist verständlich bei Vasallen, sie lassen nur Lektionen von ihren Boss erteilen... Sonnst wozu ist eigentlich schon wieder provokative Resolution...
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  • Kommentar von Stanic Drago (Putinversteher)
    Was uns leider wieder nicht gesagt wird, ist Resolution 2249 welche UNO 2015 beschlossen hat, wo sie Nusra Front wie bedrohung für Weltfrieden sehen und legitimation gibt diese Organisation zu bekämpfen. UNO gesandte hat vor paar Tage verlangt persönlich Nusra sichere Geleit aus Aleppo zu garantieren, was Nusra abgelehnt hat. Das heisst, Nusra ist in Aleppo und Russen bekämpfen sie gemäss UNO Resolution. Russen handelt legitim.
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    1. Antwort von Ch. Helfenstein (Ch. Helfenstein)
      @Putinversteher; Wieviele der in Aleppo eingeschlossenen gehören zur Nusra Front und wieviele Personen sind Zivilisten? Aber das interessiert Ihren Hr. Putin und Hr. Lawrov überhaupt nicht. Hauptsache man hat eine (faule) Ausrede um das morden zu legitimieren. Von den Sowjets/ Russen kamen in den letzten 70 Jahren zu viele Lügen, fast ausschliesslich nur Lügen,als dass man ihnen auch nur den kleinen Finger anvertrauen kann.
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    2. Antwort von Stanic Drago (Putinversteher)
      Unabhängige Quelle reden von 3000 Islamisten davon 1200 Nusra Kämpfer und etwa 8000 Zivilisten. Meisten Zivilisten sind Familie angehörige von Kämpfer aus Kavkasus.
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