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International Verkehr im Eurotunnel wieder aufgenommen

Nachdem über hundert Flüchtlinge am frühen Samstagmorgen in den Eurotunnel eindrangen, rollt der Verkehr zwischen Frankreich und Grossbritannien wieder. Mit Verspätungen konnten die Züge zumindest wieder durch eine der beiden Tunnelröhren fahren.

Legende: Video Flüchtlinge stürmen Eurotunnel abspielen. Laufzeit 01:08 Minuten.
Aus Tagesschau vom 03.10.2015.

Der Zugverkehr im Eurotunnel musste am Samstagmorgen während mehreren Stunden ausgesetzt werden. Im Verlaufe des Vormittags konnte der Bahnverkehr durch den 50 Kilometer langen Tunnel zumindest durch eine der beiden Röhre wieder vollständig aufgenommen werden. Der Betreiber des Tunnels weist zuletzt nur noch auf Verspätungen hin.

Tweet des Eurotunnel-Betreibers

Am frühen Morgen versuchten rund 200 Flüchtlinge das gesicherte Gelände vor dem Tunneleingang in Calais zu stürmen. Mehr als 100 von ihnen drangen in den Tunnel ein. Einige der Flüchtlinge waren bereits 15 Kilometer weit vorgedrungen, als sie von der Polizei und anderen Sicherheitskräften gestoppt wurden.

Der Feuerwehr zufolge erlitten zehn Menschen, davon sieben Flüchtlinge, leichte Verletzungen.

Rund 3000 Flüchtlinge in Calais

Seit Ende Juni kamen in der Region um Calais nach Behördenangaben 13 Flüchtlinge bei dem Versuch ums Leben, nach Grossbritannien zu gelangen. Zuletzt wurde in der Nacht auf Mittwoch ein Flüchtling nahe dem Eurotunnel von einem Frachtzug überfahren.

In Calais sitzen mehr als 3000 Flüchtlinge fest, die meisten von ihnen aus Ostafrika, Syrien und Afghanistan. Sie hoffen, auf Fähren über den Ärmelkanal oder auf Zügen durch den Eurotunnel nach Grossbritannien zu gelangen.

Angesichts des Andrangs der Flüchtlinge wurden im Sommer die Sicherheitsmassnahmen am Hafen und am Eurotunnelgelände drastisch verschärft.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Jeder, der das Verhalten der armen "Kriegsflüchtlinge" an Ungarns Grenze beobachtete, der kann über den ganzen Asylschwachsinn der europäischen Länder nur müde lächeln. Die Flüchtlinge führen zwischenzeitlich selbst einen Angriffskrieg, wenn sie ihren Willen nicht durchgesetzt bekommen. Westeuropa darf sich auf jeden Fall freuen. Neben dem Oktoberfest bekommt man die nächsten Jahren noch weitere " Volksfeste" live im Fernsehen präsentiert.
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  • Kommentar von Rolf Künzi (Unbestimmt)
    Es gibt drei Inseln im Westen, England, Australien und Amerika. Erst wenn auch diese mit Flüchtlingströmen zu kämpfen haben können wir die ganz grossen Themen angehen, von dem her eine gute Nachricht. England wird sich vielleicht einstweilen noch für Amerika entscheiden doch das ist nur wegen dem Dollar. Wer aber eine stabile Welt will der denkt anders. Es geht eben nicht nur um Mammon vs. Kaiser, es geht eben auch ums Volk und Stabilität.
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