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International Viele Tote nach Bruchlandung in Taiwan

Am Tag nach dem Absturz einer Transasia-Maschine in Taiwan ist die genaue Unglücksursache noch immer unklar. Bekannt wurde inzwischen allerdings, dass es bereits der zweite Landeanflug der Maschine war und ein Sturm in der Gegend wütete. Mehr als 40 Menschen starben bei dem Unglück.

Bei einer missglückten Notladung eines Passagierflugzeugs auf der Inselgruppe Penghu in Taiwan sind 48 Menschen ums Leben gekommen. Das teilte die betroffene Airline Transasia Airways mit.

Karte Taiwan
Legende: Flug GE222 war am Mittwoch in ein Dorf in der Nähe seines Zielflughafens Magong gestürzt, SRF

Von den 58 Menschen an Bord hatten sich zunächst elf Personen nach der Bruchlandung auf der Insel Penghu aus der brennenden Maschine retten können -– eines der Opfer starb jedoch später an seinen schweren Verletzungen im Krankenhaus.

Zweiter Anflug missglückte

Flug GE222 der taiwanesischen Airline war bei Sturm in ein Dorf nahe des Zielflughafens Magong gestürzt, wie ein Sprecher von Taiwans Luftsicherheitsbehörde sagte. Die Maschine mit 54 Passagieren und vier Crew-Mitgliedern war von von Kaohsiung im Süden nach Penghu aufgebrochen.

Einmal versuchte die Maschine vergeblich auf ihrem Zielflughafen zu landen. Beim zweiten Landeanflug stürzte das Regionalverkehrsflugzeug vom Typ ATR 72 dann in ein Wohngebiet in der Nähe der Landebahn.

Ein Bewohner erzählte von einem lauten Knall und hohen Flammen. «Das passierte nur 150 Meter von meinem Haus entfernt», sagte er der Hongkonger Zeitung «South China Morning Post». «Das Flugzeug krachte in ein Haus, aber dort waren zu der Zeit zum Glück keine Menschen drin.»

Legende: Video Flugzeugabsturz auf Taiwan abspielen. Laufzeit 00:19 Minuten.
Aus Tagesschau Nacht vom 24.07.2014.

Sturm als Unglücksursache?

Wenige Stunden vor dem Unglück war der Taifun «Matmo» über Taiwan hinweggezogen. Deshalb waren Flüge in der Inselrepublik weitgehend gestrichen worden. Es war daher zunächst unklar, warum das Unglücksflugzeug überhaupt in der Luft sein durfte. Der Abflug hatte sich zuvor wegen des schlechten Wetters um rund zwei Stunden verspätet.

Ein Sprecher der Luftverkehrs- und Wetterbehörde sagte zur Ursache: «Ob es an starkem Wind und Regen gelegen hat, müssen wir noch herausfinden. Der Taifun war zwar schon weitergezogen, aber die Wetterlage könnte noch schlecht gewesen sein.»

Transasia Airways ist eine Fluggesellschaft in Taiwan mit einer Flotte von 23 Maschinen, die meisten davon sind vom Typ Airbus und ATR 72. Sie fliegen vor allem Inlandrouten, aber auch nach Macau, Südkorea, Japan, Thailand und Kambodscha.

Tweets zu #transasia und #ge222

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Jean Nerac, Genève
    Der Flug startete am 23.7. abends in Kaohsiung (Taiwan) nach Penghu (Taiwan). Der Taifun durchquerte Taiwan am 23.7. in Richtung Taiwanstrasse und der gegenüberliegenden Fujian Provinz (China). Die Penghu Inseln liegen auf dem Weg des Taifuns. Trotzdem startete der Flug, direkt in die Richtung des Taifuns. Wenn man die Naturgewalt eines Taifuns kennt, fragt man sich schon, warum man ein Flugzeug für einen Flug starten lässt, dessen Destination noch voll in der Taifun-Zone liegt.
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  • Kommentar von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
    "Augen zu und durch". Es deutet doch einiges darauf hin, das da schlechte Wetterbedingungen mitspielten. Erlebte selber Flüge, wo nach Stunden Flugverspätung bei absolut lausigen Wetterverhältnissen doch gestartet wurde, oder an der Destination solche herrschten. Fragte ich mich jeweils, ob die Verantwortlichen (inklusive Flugkapitän) wirklich wissen was sie tun. Da nehme ich lieber mal einen umgeleiteten Flug in Kauf. Den Angehörigen mein tiefes Beileid.
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