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International Vier Todesopfer bei Schiesserei im Zentrum von Tel Aviv

Bei einem Anschlag zweier mutmasslich palästinensischer Attentäter im Zentrum Tel Avivs sind mindestens vier Israelis getötet worden. Vier Menschen erlitten schwere Verletzungen. Die Attentäter wurden gefasst.

Legende: Video Anschlag in Tel Aviv: Vier Tote abspielen. Laufzeit 00:31 Minuten.
Aus Tagesschau Nacht vom 08.06.2016.

Im Sarona-Park im Zentrum von Tel Aviv haben zwei mutmasslich palästinensische Attentäter mit Sturmgewehren das Feuer eröffnet und wahllos auf Passanten geschossen.

Nach Angaben aus Spitälern sind dabei mindestens vier Menschen getötet worden. Vier Personen erlitten schwere Verletzungen, eine weitere schwebe in Lebensgefahr.

Sicherheitskräfte mit Waffen auf der Strasse.
Legende: Sicherheitskräfte durchstreifen den Stadtteil und den Sarona-Park in Tel Aviv, wo die Schiesserei stattgefunden hat. Reuters

Der Sarona-Park liegt direkt gegenüber des israelischen Verteidigungsministeriums und des Armeehauptquartiers. Der Park ist ein beliebter Ort in der Stadt, der auch von vielen Touristen besucht wird.

Zwei Attentäter gefasst

Laut Augenzeugen waren die Attentäter elegant gekleidet; sie trugen weisse Hemden und schwarze Hosen. Nach ersten Schüssen seien die Menschen davon gerannt und von den Schützen verfolgt worden. Noch im Laufen habe ein Attentäter immer weiter auf Menschen geschossen.

Ein Polizeisprecher teilte mit, beide Attentäter seien «ausser Gefecht gesetzt» worden. Einer von ihnen sei verletzt. Die Polizei sprach von einem «terroristischen Anschlag».

«Das Leben geht weiter»

Tel Avivs Stadtpräsident Ron Chuldai rief die Einwohner zur Ruhe auf. «Morgen geht hier das Leben wie immer weiter», sagte er bei einem Besuch im Ichilov-Krankenhaus, das ganz in der Nähe des Anschlagsorts liegt. «Tel Aviv ist und bleibt das Symbol des normalen Lebens.»

Seit Oktober sind bei palästinensischen Anschlägen bereits 32 Israelis getötet worden. Mehr als 200 Palästinenser kamen ums Leben, die meisten davon bei den von ihnen verübten Anschlägen.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Nicht wenige Anschläge sind Ersatzhandlungen wegen der erzwungenen "Installierung" Israels gegen den Willen der meisten Nahoststaaten. Nicht die Existenz Israels ist das Problem, sondern die Art und Weise der Gründung. Eine Annäherung oder sogar Frieden mit den Gegnern wird enorm schwierig, jedoch nicht unmöglich. Wir hier in Europa haben aus der Ferne gut reden. Israel selber kann nur in engen Grenzen nachgeben und auf die anderen Parteien zugehen, wenn es sich nicht selber gefährden will.
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  • Kommentar von Erwin Jenni (ej)
    Mein Beileid den unschuldig getöteten. Ein absolut barbarischer Akt der aufzeigt, dass junge Palästinenser weiterhin auf Gewalt setzen. Nicht verwunderlich, denn sie werden dazu erzogen und aufgehetzt in Kindergärten, Schulen und Moscheen. Je suis Tel Aviv!
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    1. Antwort von Peter Hasler (Peter Hasler)
      Nun, ich lebe jetzt seit ca. 3.5 Monaten in Israel. Bilanz inkl. heute: drei Israeli, und 4 Palästinenser erschossen. Leider ist die entsprechende Erziehung durchaus gegenseitig!
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    2. Antwort von Erwin Jenni (ej)
      @PH: Nun, ich lebte mehrere Monate in Israel und besuche das Land seit über 30 Jahren regelmässig. Vielleicht sollten sie sich einmal schlau machen darüber, was Ursache und Wirkung bedeutet. Jedes andere Land würde gleich oder noch härter gegen diesen perfiden Terror vorgehen. Schauen sie sich einmal ein pal. Schulbuch genau an. Dort wird Israel erst gar nicht mehr erwähnt. Man lehrt den Kindern darin, für ein freies Palästina zu kämpfen, indem es keinen Platz mehr für Juden hat!
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    3. Antwort von Fredchen Schoch (Verschwörer)
      @Jenny. Gebe Ihnen recht das ein solcher Anschlag barbarisch ist.. Mein Beileid den Angehörigen. Wenn Sie geehrter Herr Jenny aber pal. Schulbücher kritisieren erwarte ich von Ihnen das Sie auch den TALMUD kritisieren.
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    4. Antwort von Peter Hasler (pH-neutral)
      @Jenny: Sie mögen teilweise recht haben, dass da andere gleich hart oder noch härter vorgehen würden. Fakt ist aber auch, dass sich Israel gerne als Vorzeigedemokratie in der Region darstellt. Deshalb sollte man seine Taten auch an vergleichbaren Staaten messen: Haben die Reg. in FR oder BEL nach den Anschlägen die Familienhäuser der Attentäter zerstört? diskutiert man dort über die Wiedereinführung der Todesstrafe und der Praxis tote Attentäter nicht mehr an ihre Angehörigen zurückzugeben ?
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    5. Antwort von Peter Hasler (pH-neutral)
      Bildung: Ich stimme zu, dass dies ein Problem ist. Aber ich kann mich nur wiederholen, dass da die isr. Seite das gleiche tut: Versuchen sie mal in einem isr. Schulbuch die grüne Linie und die besetzten Gebieten zu finden, oder fragen Sie jmdn ob er in Geschichte neben der Staatsgründung auch die Nakba und das Schicksal der 5-6 Mio pal. Flüchtlinge behandelt hat. Versuchen wir eine möglichst objektive Aussenperspektive zu behalten, vereinfacht wird schon genug vor Ort. Hüben wir drüben.
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