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International Von der Leyen: Kaum im Amt – und schon in Afghanistan

An Tag sechs als neue deutsche Verteidigungsministerin fliegt Ursula von der Leyen nach Afghanistan. Mit dem Antrittsbesuch im deutschen Feldlager will die neue Befehlshaberin öffentlich beweisen, dass sie sich um die Soldaten kümmert.

Kurz nach ihrem Amtsantritt ist die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen zu ihrem ersten Truppenbesuch in Afghanistan eingetroffen. «Man hat mich sehr warm und herzlich aufgenommen, dafür bin ich ausgesprochen dankbar», sagte die Ministerin, nachdem sie im Hauptquartier in Masar-i-Scharif mit deutschen Soldaten gefrühstückt hatte.

«Ich habe einen enormen Respekt vor der Aufgabe, weiss, dass ich viel zu lernen habe», fügte sie hinzu. Mit ihrem raschen Besuch bei der Truppe wolle sie zwei Tage vor Weihnachten auf deren Arbeit am Hindukusch hinweisen. «Mir ist wichtig zu zeigen: Ich bin für die Soldatinnen und Soldaten da», betonte die CDU-Politikerin.

Die frühere Arbeitsministerin hatte das Verteidigungsministerium am vergangenen Dienstag von Thomas de Maizière übernommen. Er hat an die Spitze des Innenministeriums gewechselt.

Afghanistan-Einsatz endet in einem Jahr

Für die Soldaten in Masar-i-Scharif ist es bereits der zweite vorweihnachtliche Ministerbesuch innerhalb von zehn Tagen. De Maizière war in der vergangenen Woche bereits im Feldlager in Masar-i-Scharif.

In Afghanistan sind derzeit zirka 3100 deutsche Soldaten stationiert – darunter etwa 200 Frauen. Der Nato-Kampfeinsatz soll in einem Jahr enden. Eine Anzahl Soldaten soll anschliessend zur Ausbildung und Beratung der afghanischen Streitkräfte im Land bleiben.

Voraussetzung dafür ist aber, dass der afghanische Präsident Hamid Karsai ein Sicherheitsabkommen mit der Nato unterzeichnet.

7 Kommentare

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  • Kommentar von O. Toneatti, Bern
    Vielleicht gelingt es Frau Von de Leyen, ihren Soldaten zu erklären, was die deutschen Soldaten eigentlich in Afghanistan zu verteidigen haben. Deutsche Interessen bestimmt nicht. Aber was dann? Sie wäre bisher das erste Regierungsmitglied der Kanzlerin Merkel, die dieses Rätsel entschlüsseln könnte.
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    1. Antwort von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
      @O. Toneatti: Tagesschau auf ARD hat den Besuch der Ministerin und deren Gespräche mit Soldaten und Offizieren übertragen. Sehr aufschlussreich. Die Soldaten und Soldatinen waren begeistert und haben deutlich gemacht, wie wichtig dieser Besuch war. Nicht nur SRF anschauen......
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  • Kommentar von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
    Der Bericht von SRF verschweigt, dass die Ministerin, bevor Sie nach Afghanistan abflog wichtige Weichenstellungen beim Mitarbeiterstab veranlasste, ein Staatssekr. bereits entlassen u. weitere Rotationen/Entlassungen wurden angekündigt. Im Weiteren wird sie Ihr Augenmerk auf Ausbildung, Training und den unterstützenden Einheiten der Kampfverbände angedeihen lassen. Somit sind die Kommentare von A. Flükiger, JP Simon u. Max Hug eher billig. Normalerweise billigt man jedem Politiker 100 Tage zu.
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  • Kommentar von Gerhard Himmelhan, Naters
    Hr. Nietzscheaner, habe ihnen einen anderen Stil zugetraut. Was soll Frau v.d. Leyen SOFORT erledigen was andere jahrelang verbockt haben. Deutschland hätte nie Soldaten nach Afghanistan schicken sollen, Gründe dafür hätte es gegeben.
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