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Entwaffnung der Farc Von Dschungelkriegern zu Zivilisten

Die Guerilleros wollen weiterkämpfen – aber ohne Waffen. Doch für viele von ihnen beginnt ein Leben voller Ungewissheit.

Legende: Audio «Die Waffen schweigen» abspielen. Laufzeit 1:37 Minuten.
1:37 min, aus SRF 4 News aktuell vom 28.06.2017.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine weitere Etappe auf dem Weg zum Frieden in Kolumbien ist abgeschlossen.
  • Wie im Friedensabkommen mit der Regierung vereinbart, haben alle Angehörigen der linksgerichteten Farc-Guerilla ihre Waffen abgegeben.
  • Von jetzt an können sich die 7000 Guerilleros ins zivile Leben eingliedern.
  • Herausforderungen gibt es aber noch viele.
Timoleon Jimenez wartet auf das Ergebnis des Referendums über das Friedensabkommens (2.10.2016)
Legende: Farc-Chef Jimenez ist klar: Der bewaffnete Kampf ist Geschichte, der politische geht weiter. Keystone/Archiv

Kolumbien besiegelte gestern das Ende von 53 Jahren Untergrundkampf der Farc mit einer grossen Feier. «Wir haben Wort gehalten und unsere Waffen abgegeben. Der bewaffnete Aufstand ist nach 53 Jahren Geschichte», sagte Farc-Chef Timoleon Jimenez.

Die Farc verschwinde aber nur als Guerilla. Von nun an werde sie als politisch-demokratische Bewegung auftreten und ausschliesslich mit Worten und Ideen in den Kampf um die Macht eingreifen.

Es ist ein historisches Ereignis. Und doch bleibt die Bevölkerung voller Skepsis. Obschon die Farc-Guerilla kein Gewaltfaktor mehr ist, tobt zwischen Friedensverweigern unter den Guerilleros und paramilitärischen Banden ein blutiger Krieg. Es geht um die territoriale Vorherrschaft in den Anbaugebieten für den Kokain-Rohstoff Coca.

Ein Leben ohne Waffen

Dass der Verhandlungsfrieden mit der Guerilla alle Gewaltprobleme löst, bleibt eine Bringschuld des konservativen Staatspräsidenten Juan Manuel Santos. Die meisten der 7000 entwaffneten Farc-Kämpfer können ab heute ins zivile Leben zurückkehren. Für viele wird es zur grössten Herausforderung ihres Lebens.

Die Guerilleros ohne Rang beherrschen wohl das Kriegshandwerk oder die Überlebensregeln im Urwald. Aber sie kennen weder Verkehrsampeln noch Busfahrkarten. Fast alle möchten studieren, auch wenn sie kaum Lesen und Schreiben können.

2 Kommentare

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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Da freuen sich die Waffengegner auf der ganzen Welt! Neu wird fast legitim mit Drogen gehandelt. Das ist auch bei uns in der Schweiz so: Die Linken glauben fest daran, dass Drogen immer noch besser sind als Waffen. Obwohl die Waffen in Friedenszeiten nur aus Übungszwecken gebraucht werden, die Drogen hingegen sind knallharte, allgegenwärtige und nicht zum Spass anwendbare "Vernichtungsmittel". Je weiter die sich in die Gesellschaft infiltrieren, umso "verrückter" und "chaotischer" die Menschen.
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    1. Antwort von Karl Kirchhoff (Charly)
      Wer Waffen verherrlicht, verherrlicht auch Gewalt denn zu diesem Zweck werden Waffen gebaut. Sie sollten es lieber begrüssen, dass es jetzt wenigstens einen Krieg weniger hat, hoffentlich für lange Zeit!
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