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International Waffenruhe im Südwesten Syriens – «Bis jetzt ist es ruhig»

Aufständische und Regierungstruppen stoppen ihre Kämpfe wenigstens für zwei Tage. Die Waffenruhe gilt für eine Ortschaft, in der Zivilisten eingekesselt sein sollen – bislang hält sie. In Damaskus ist die Situation hingegen unverändert: Es wird gekämpft.

Ein Aufständischer auf einem Panzer in Sabadani
Legende: Ein Aufständischer auf einem Panzer in Sabadani: Der Ort wurde massiv von Assads Luftwaffe und Artillerie beschossen Keystone

In dem schwer umkämpften Ort Sabadani an der Grenze zum Libanon riefen die Aufständischen und Regierungstruppen eine zweitägige Waffenruhe aus. Dort sind nach Einschätzung der Vereinten Nationen vermutlich Zivilisten durch die Kämpfe eingeschlossen. Die Feuerpause soll auch für die von Schiiten bewohnten Dörfer al-Fua und Kefraja in der nord-westlichen Provinz Idlib gelten.

TV-Sender berichtet über Waffenstillstand

Sabadani ist in der Hand der Aufständischen. Luftangriffe der Regierungstruppen hatten dort nach UNO-Angaben viele Menschen getötet und für massive Zerstörung gesorgt. Die Waffenruhe zwischen den Aufständischen, der Armee und der mit ihr verbündeten libanesischen Hisbollah-Miliz habe am frühen Morgen begonnen, berichtete der Fernsehsender al-Manar, der der Hisbollah nahesteht.

Zunächst schien die Feuerpause zu halten. «Bis jetzt ist es ruhig», sagte der Chef der Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdulrahman. Es werde nun weitere Gespräche über die Lieferung von Lebensmitteln nach Kefraja und al-Fua geben, wo Tausende Menschen von den Aufständischen belagert werden.

Sabadani liegt etwa 45 Kilometer nordwestlich von Damaskus. Die Rückeroberung des Ortes war Ziel einer wochenlangen Offensive der Regierungstruppen und der Hisbollah. Die beiden Schiiten-Dörfer in Idlib waren von einem sunnitischen Rebellen-Bündnis angegriffen worden, dem sowohl Ahrar al-Scham als auch die mit al-Kaida verbündete Nusra-Front angehören.

In Damaskus toben Kämpfe

Syrische Regierungstruppen und Aufständische haben sich in der Hauptstadt Damaskus unterdessen schwere Kämpfe geliefert. Bei Luftangriffen der Einheiten von Machthaber Baschar al-Assad auf Rebellengebiete in den östlichen Vororten wurden nach Oppositionsangaben mindestens 31 Menschen getötet und weitere 120 verletzt.

Die Rebellen nahmen vor dem Besuch des iranischen Aussenministers das Zentrum der Metropole mit Raketen unter Beschuss. Beim Einschlag Dutzender
Geschosse wurden nach Berichten von Medien und der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte
ein Mensch getötet und mehr als 20 verletzt.

Iranischen Medienberichten zufolge sollte am Mittwoch Aussenminister Mohammed Dschawad Sarif nach Damaskus reisen, um dort über einen neuen Plan zur Beilegung des Bürgerkrieges zu beraten. Der Iran ist neben Russland der einzig verbliebene Verbündete von Assad in dem mittlerweile seit vier Jahren
andauernden Krieg gegen unterschiedliche Rebellengruppen.

4 Kommentare

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  • Kommentar von C. Szabo, Thal
    Die humanitärste Nation der Gegenwart und ihre allerliebsten Helfer kommen der Bescherung immer näher. Sie werden überwältig sein von der globalen Dankbarkeit. Überall werden sie willkommen sein und sie werden Mühe haben, einen ruhigen Ort zu finden, wo sie ihre nächsten humanitären Grosstaten entwickeln können. Viele ihre Fans werden sie aufsuchen, um ihnen persönlichen ihren Dank auszusprechen. Weltweit werden ihnen Denkmäler gewidmet und sie werden sich vor lauter Ehrung kaum retten können.
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  • Kommentar von Samuel Saurer, Thun
    Was in diesem Text als "Rebellen und Aufständische" beschrieben wird, sind währenddessen einige hundert Kilometer weiter östlich offiziell "Terroristen und Dschihadisten" - obwohl beide Gruppen von den genau gleichen Geldgebern finanziert werden, die genau gleichen dreckigen Mittel nutzen und eigentlich genau dasselbe tun. Ob diese Gruppen nun "gut" oder "böse" sind kommt alleine drauf an, wem diese gegenüberstehen (Assad-Regierung oder westliche Bündnispartner).
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    1. Antwort von Peter Müller, Karlsruhe
      Falsch, es gibt mindestens 5 größere Parteien in diesem Krieg: Assad, Kurden, ISIS, Al Nusra und die ursprünglichen Anti-Assad-Rebellen (Freie Syrische Armee).
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    2. Antwort von m.mitulla, wil
      Das soll wohl so gesehen werden, um die Waffenlieferungen und Bombardierungen zu rechtfertigen, P.Müller. In Wahrheit haben sich längst Koalitionen gebildet, um gemeinsame Interessen durchzusetzen. Deshalb sind immer wieder Waffen in die Hände der IS gefallen. Dadurch wächst der IS weiter. Seine "natürlichen Feinde", die Assad-Armee, die Schiiten und die Kurden werden vom Westen und v.a. von der Türkei bekämpft und die Rebellen haben sich längst Unterstützung geholt bei IS und Nusra-Front.
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