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Italiens neue Regierung Zurück zur Lira – Berlusconi fordert Austritt aus Euro-Zone

Im Kampf um sein Comeback setzt Berlusconi auf anti-europäischen Populismus. Sollten die Kosten für die staatliche Refinanzierung nicht sinken, könne Italien zum Verlassen des Euro gezwungen sein.

Silvio Berlusconi
Legende: Silvio Berlusconi will zurück an die Macht und macht sich dabei Gedanken über den Euro. Keystone

«Sollte Deutschland keine wirkliche Zentralbank akzeptieren und die Zinsen nicht sinken, dann sind wir aus Wettbewerbsgründen zur Abkehr vom Euro und Rückkehr zu unserer Währung gezwungen», sagte Berlusconi laut den Agenturen Ansa und Agi.

Berlusconi hatte bereits wiederholt für Italien einen Ausstieg aus der Euro-Zone vorgeschlagen, sich später aber auch wieder anders geäussert.

Comeback Berlusconis

Berlusconi hattte vor einigen Tagen angekündigt, bei den Parlamentswahlen erneut anzutreten. Dies, nachdem seine Partei dem Reformer und jetzigen Ministerpräsidenten Mario Monti die Unterstützung entzogen hatte.

Berlusconis Comeback-Plan verunsichert die Finanzmärkte, die eine Abkehr vom Sparkurs fürchten. In Umfragen liegt seine Partei aber hinter dem Mitte-Links-Bündnis. Zudem sorgte Berlusconi letzte Woche für Verwirrung: Er könne auch auf eine Kandidatur verzichten, wenn Parteichef Anelino Alfano antreten wolle – aber auch Monti sei eigentlich eine gute Alternative.

Video
Wirren um Berlusconi
Aus Tagesschau vom 13.12.2012.
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Verschiebung der Neuwahl

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Berlusconi fordert eine Verschiebung der für Mitte Februar erwarteten Neuwahl des Parlaments. Berlusconi erklärte im staatlichen Fernsehen, die Wahl dürfe nicht übereilt werden.

Die Parteien benötigten mehr Zeit, um Kandidatenlisten aufzustellen, sagte er. Ein offizielles Datum für die Wahl wurde bisher noch nicht genannt.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Davide , Rom
    Ich hoffe, dass Berlusconi wieder Praesident wird. Monti hat nur Merkels&Co Interesse gemacht und die Euro aus der Krisezone momentan heraus geholt. Die Lira wird unsere Wirtschaft retten.
  • Kommentar von Udo Huber , Friedrichshafen
    Hoffentlich wird er neuer Präsident! Hoffentlich werden die Zinsen für Italien nicht sinken, hoffentlich wird er seine "Androhung" wahr machen. Wir in D würden es ihm danken und die Lira und Preise in I können sich (ohne Subventionen) der Italienischen Wirtschaftskraft anpassen. Aber leider ist wie immer alles aus dieser Richtung Bla bla bla bla
  • Kommentar von Max Frech , Solothurn
    Wo er recht hat, hat er recht!