Auf Kriegsfuss mit den Medien Was tun mit Trump-Sprecher Spicer?

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Bildlegende: Ein CNN-Reporter hatte Spicer kürzlich als «nutzlos» bezeichnet. Keystone

Das US-Präsidialamt erwägt einem Insider zufolge eine Versetzung von Pressesprecher Sean Spicer. Es werde über einen Wechsel Spicers von der täglichen Pressearbeit auf einen neuen Posten in der Kommunikation im Weissen Haus nachgedacht, verlautete aus Präsidialamtskreisen.

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Beleidigungen von Reporter

CNN-Starreporter Jim Acosta hat Sean Spicer als «nutzlos» bezeichnet. «Der Pressesprecher gelangt an einen Punkt, wo er regelrecht nutzlos ist», sagte Acosta im CNN-Fernsehen. Spicer beantworte Journalistenfragen unzulänglich, aber das sei längst nicht alles. Auch würden keine Kameras oder Tonbandaufnahmen mehr zugelassen.

Ein solcher Schritt stehe aber nicht unmittelbar bevor, eine Entscheidung sei noch nicht getroffen worden. Spicer war wiederholt in die Kritik geraten, unter anderem wegen seiner umstrittenen Äusserungen zur Zuschauerzahl bei der Amtseinführung von Präsident Donald Trump und wegen eines missglückten Hitler-Vergleichs im Zusammenhang mit Syriens Machthaber Baschar al-Assad. Trump stellte sich aber stets hinter ihn.

Spicer arbeitet derzeit in einer Doppelfunktion als Pressesprecher und als Kommunikationschef im Weissen Haus, nachdem der vorherige Kommunikationschef Michael Dubke Ende Mai zurückgetreten war.

Zuletzt nahm er an weniger Pressekonferenzen teil. Auch trat er seltener vor Kameras auf. Sein Team passte sich damit an Trumps Verhalten an, der mit seinen Twitter-Kommentaren und öffentlichen Äusserungen oft wie sein eigener Sprecher agiert.

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Sean Spicer in Erklärungsnot

0:51 min, vom 12.4.2017

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Trumps Sprecher in der Kritik

    Aus Tagesschau vom 12.4.2017

    Sean Spicer, der Sprecher von US-Präsident Donald Trump, wird wegen eines falschen Vergleichs zwischen Assad und Hitler scharf kritisiert. Kritiker fordern seinen Rücktritt.