Zum Inhalt springen

Header

Inhalt

International Washington verspricht Antworten im Abhörskandal

Die Empörung bei der EU über die mutmasslichen Spähangriffe der USA ist gross. Nun versprechen die USA Aufklärung im mutmasslichen Überwachungsskandal. Nicht öffentlich, aber über diplomatische Kanäle.

Radaranlagen auf dem ehemaligen NSA-Gebäude auf dem Teufelsberg in Berlin.
Legende: Radaranlagen auf dem ehemaligen NSA-Gebäude auf dem Teufelsberg in Berlin. Reuters

Der oberste Chef der US-Geheimdienste, James Clapper, hat am Sonntag im mutmasslichen Abhörskandal Stellung bezogen. «Die US-Regierung wird der EU angemessen über unsere diplomatischen Kanäle antworten», erklärte das Büro des Geheimdienstdirektors über die angebliche Spionage in europäischen Regierungs- und EU-Einrichtungen. Klärung werde es auch im beidseitigen Experten-Dialog über die Geheimdienste geben, den die USA vor Wochen angekündigt hatten.

«Alle Nationen tun es»

«Wir werden diese Themen auch bilateral mit EU-Mitgliedsstaaten besprechen», so die Erklärung. «Während wir grundsätzlich bestimmte, mutmassliche Geheimdienstaktivitäten nicht öffentlich kommentieren, haben wir klar gemacht, dass die USA ausländische Geheimdienstinformationen in der Weise sammeln, wie es alle Nationen tun.»

Das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» hatte unter Berufung auf Unterlagen des früheren Geheimdienst-Mitarbeiters Edward Snowden berichtet, die NSA spähe gezielt Einrichtungen der EU in Brüssel, Washington und New York aus. Über Wanzen und den Einbruch in Computer-Netzwerke könnten die Geheimdienstler Besprechungen belauschen und auf E-Mails und vertrauliche Dokumente zugreifen.

Empörung in Europa

EU-Politiker zeigen sich nach Bekanntwerden der Spähangriffe aus den USA verärgert.

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

7 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von A. Guant , Sunnybeach
    Washington verspricht Antworten auf Fragen, die noch gar nicht definiert worden sind, quasi ein Schuldeingeständnis.
  • Kommentar von Hanspeter Liebermann , Zürich
    Die USA verhandeln mit der Schweiz, um ein Abkommen oder Strafzahlungen für Banken ... Die USA verhandeln ebenfalls mit der EU, über ein Freihandelsabkommen und andere bedeutende Themen. Die USA verhandeln mit Deutschland über …. / mit Frankreich … Verhandeln? Durch diese Spionage verschaffen die USA sich Informationen, die sie in den vermeidlichen Verhandlungen begünstigen. Milliarden-Dollar Strafe an die USA. Der erschlichene Vorteil resp. entstandene Schaden ist ganz sicher noch mehr wert.
    1. Antwort von J. Nehru , Solothurn
      Milliarden-Dollar Strafe an die USA, ok! Aber an wen geht der erlös? An die geschädigten? ..also an uns?
  • Kommentar von Marianne Roe , Gwatt
    Was für ein Theater. Es sollte jedem klar sein, dass jede Nation von jeder Nation Informationen sammelt. Im heutigen IT Zeitalter ist das doch klar. Es ist auch richtig so, oder wollen wir uns von irgendwelchen noch intelligenteren "Kriminellen" über Ohr hauen lassen. Ich gehe davon aus, dass dies ein Thema für die flaue Fereinezeit der "Jornalisten" ist. Da muss man nicht viel denken, und "jedermann" wird gehässigt aktiviert. Unsere Kinder werden es uns gleichtun.
    1. Antwort von Andrea Lehmann , Ramsei
      Entschuldigen Sie, sie plappern einfach den Artikel nach: "Jede Nation tut es..." Ich finde das absolut schrecklich, wenn man sein Denken dermassen ausschaltet. Nennen Sie ein einziges Beispiel, welche Nation ihre angeblichen Freunde auspioniert wie Feinde im kalten Krieg. Und auch nicht jede Nation spioniert, sehr vielen Nation fehlt schlichtweg das Geld für solche Spielchen. Sie haben recht, man muss da nicht viel denken. Aber man darf.