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International Weber wartet auf seine Ausreise

Russland hat das Strafverfahren gegen den Schweizer Greenpeace-Aktivisten Marco Weber eingestellt. Das bestätigte ein Greenpeace-Sprecher in St. Petersburg gegenüber Schweizer Radio SRF.

Die russische Justiz hat das Verfahren gegen weitere Greenpeace-Aktivisten eingestellt, die im September wegen einer Protestaktion in der Arktis festgenommen worden waren.

Mit diesem Entscheid, der eine Folge einer kürzlich vom Parlament beschlossenen Amnestie ist, wird auch das Verfahren gegen den Zürcher Marco Weber eingestellt.

Weber warte nun noch auf seine Ausreise-Papiere, sagte der Greenpeace-Sprecher. Man sei zuversichtlich, dass er bald ausreisen könne - genaue Zeitangaben seien aber nicht möglich.

Die Duma hat eine weitreichende Amnestie beschlossen, die die Aktivisten der «Arctic Sunrise» einschliesst. Die Greenpeace-Mitglieder, die zwei Monate in russischer Untersuchungshaft verbracht haben, sind erleichtert, dass die Anklage gegen sie damit fallengelassen ist. Gestern war als erstes das Verfahren eines britischen Umweltschützers eingestellt worden.

Die Besatzungsmitglieder des Greenpeace-Schiffs «Arctic Sunrise» waren nach einer Protestaktion gegen die Ölbohrungen des russischen Energiekonzerns Gazprom in der Barentssee im September festgenommen worden. Sie waren zunächst wegen Piraterie angeklagt worden, später wurde dies in den Vorwurf des Rowdytums abgeschwächt.

Den insgesamt 30 Aktivisten, darunter vier Russen und 26 Ausländer, drohten lange Haftstrafen. Sie waren auf Kaution freigelassen worden, durften jedoch nicht das Land verlassen.

Am 18. Dezember verabschiedete das russische Parlament jedoch ein Amnestiegesetz, das landesweit bis zu 25'000 Häftlingen zugute kommen könnte. Am Montag waren in diesem Zusammenhang bereits die beiden noch inhaftierten Musikerinnen der Punkband Pussy Riot, Maria Aljochina und Nadeschda Tolokonnikowa, freigelassen worden. Da das Gesetz nicht nur für verurteilte Straftäter, sondern in bestimmten Fällen auch für Angeklagte gilt, kommt es auch den Greenpeace-Aktivisten zugute.

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