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Raúl Castro kündigt Rückzug an
Aus Tagesschau vom 21.12.2017.
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Wechsel in Kuba Raúl Castro geht in Rente

  • Raúl Castro tritt nach offiziellen Angaben im April als Kubas Staatschef ab.
  • Er ist seit 2008 in diesem Amt.
  • Der Entscheid kommt nicht überraschend, bereits im November kündigte Raúl Castro seinen Rückzug an.
  • Als möglicher Nachfolger wird Kubas Vizepräsident Miguel Díaz-Canel gehandelt.

Das Parlament der sozialistischen Karibikinsel kündigte in der Hauptstadt Havanna an, dass das ursprünglich für den 24. Februar erwartete Ende seiner Amtszeit auf den 19. April verschoben werden solle. Castro hatte schon bei seiner Wiederwahl im Februar 2013 angekündigt, dass dies seine letzte Amtszeit sein werde.

Als Grund für die Verlängerung der Amtszeit um zwei Monate wurden «aussergewöhnliche Umstände» wegen des Hurrikans «Irma» genannt. Durch den Wirbelsturm waren im vergangenen September zehn Menschen ums Leben gekommen und grosse Schäden entstanden.

Beziehungen zu USA normalisiert

Raúl Castro war nach dem Sieg der Revolution 1959 jahrzehntelang die Nummer zwei auf der Insel, bevor er seinen Bruder an der Spitze ablöste. Er leitete Ende 2014 gemeinsam mit US-Präsident Barack Obama eine Normalisierung der Beziehungen zwischen Washington und Havanna ein. 2015 nahmen die jahrzehntelang verfeindeten Länder wieder diplomatische Beziehungen auf, 2016 reiste Obama nach Kuba.

Raúl Castro veranlasste auch vorsichtige Wirtschaftsreformen, zum Beispiel mit der Verteilung von Lizenzen, um private Restaurants und Pensionen zu betreiben. Die USA starteten wieder Direktflüge nach Kuba, zudem nahm der Kreuzfahrttourismus stark zu.

Nachfolger mit eingeschränkter Macht

Unter Obamas Nachfolger Donald Trump verschlechterten sich die Beziehungen aber wieder, zudem gab es einen diplomatischen Eklat um angebliche Akustikattacken auf die US-Botschaft. Trump verfügte neue Auflagen, die US-Unternehmen Geschäfte in Kuba erschweren.

Es wird erwartet, dass Vizepräsident Miguel Díaz-Canel der Nachfolger wird. Er könnte den Kurs einer vorsichtigen Öffnung fortsetzen. Allerdings wird er nicht über die gleiche Machtfülle verfügen, weil Raúl Castro wohl vorerst Generalsekretär der Kommunistischen Partei bleiben wird.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Rudi Hardy  (Wombat)
    @urs mueller. Gibt eigentlich keinen Unterschied zwischen Kommunismus und Sozialismus. Die nichts haben wollen alles von denen die was haben ohne sich selbst anstrengen zu muessen. Chile war ein gutes Beispiel mit Allende.
    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Mit Vorurteile und Verallgemeinerung kommen sie nicht auf einen grünen Zweig. Wären die Arbeiter nie ausgebeutet worden hätte es nie den Kommunismus gegeben. Castro war zu Beginn kein Kommunist.
  • Kommentar von Rudi Hardy  (Wombat)
    Viele Kubaner haben Trump ihre Stimme erteilt da sie hoffen ihren Besitz in Kuba zurueck zu erhalten. Denn viele der heutigen Florida Kubaner wurden von den Kommunisten enteignet. Kann den Druck von Trump verstehen.
    1. Antwort von Urs Müller, Santiago de Chile  (urm)
      Ich denke, bevor Sie hier einen solch unqualifizierten Kommentar schreiben, sollten Sie sich vorgängig mit der Geschichte von Kuba beschäftigen und vor allem sich über den Unterschied zwischen Kommunismus und Sozialismus zu informieren.
  • Kommentar von Christian Szabo  (C. Szabo)
    Vernünftig und nachvollziehbar. Da die USA unter Trump wieder Druck aufbauen, braucht es jüngere Kräfte. Auch in Kuba sollte sich einiges ändern, aber wenn möglich auf kubanisch und nicht dem Mainstream folgend.