Wegen Komplikationen: Hugo Chávez bleibt vorerst in Kuba

Die Rückkehr des krebskranken Präsidenten Hugo Chávez nach Venezuela verzögert sich weiter. Weil es nach seiner Operation im Dezember zu Komplikationen kam, muss er sich weiteren Therapien unterziehen.

Noch bleibt unklar, wann der an Krebs erkrankte venezolanische Präsident Hugo Chávez in sein Land zurückkehren wird. Das sagte Informationsminister Ernesto Villegas am Samstag am Rande des EU-Lateinamerika-Gipfels in Santiago de Chile.

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Bildlegende: Äusserte sich zum Gesundheitszustand von Hugo Chávez: Informationsminister Ernesto Villegas. Reuters

Chávez muss sich weiterhin in Kuba therapieren lassen, da es nach seiner Operation im Dezember zu Komplikationen gekommen ist. Einzelheiten über die Folgetherapien nannte Villegas nicht. Nach dem komplexen chirurgischen Eingriff sei der Zustand des Patienten im Grossen und Ganzen positiv.

In zwei Wochen in Venezuela?

Chávez habe die Infektion der Atemwege überwunden. Er leide noch an einem gewissen Grad an Atemnot, die in angemessener Weise behandelt werde, so Villegas.

Nach der Besserung des Gesundheitszustandes von Chávez beginne nun eine «systemische medizinische Behandlung» der Grunderkrankung in Ergänzung der Operation. Der stellvertretende Präsident Nicolas Maduro gehe davon aus, dass Chávez innerhalb von Wochen in seine Heimat zurückkehren werde – man wolle aber keinen Zeitplan vorgeben.

Chávez hatte sich am 11. Dezember in Havanna seiner vierten Krebsoperation unterzogen. Er ist seitdem nicht mehr öffentlich aufgetreten.