Neues Gesetz in China Wehe dem, der die Hymne falsch singt

Chinesische Fussballspieler singen die Hymne, davor eine grosse chinesische Flagge. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: An grossen Sportanlässen darf die Hymne auch weiterhin gesungen werden – aber nur richtig. Reuters

  • China plant laut einem Gesetzentwurf, eine «unangemessene Nutzung» seiner Nationalhymne mit bis zu 15 Tagen Haft zu bestrafen.
  • So darf die Hymne künftig nicht mehr bei Beerdigungen und zu anderen «unangebrachten» Gelegenheiten gespielt werden.
  • Auch «böswilliges»​ Umformulieren der Strophen wird unter Strafe gestellt, so die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua.

An politischen Versammlungen, Flaggen-Zeremonien, wichtigen diplomatischen Anlässen und grossen Sportveranstaltungen darf die Hymne hingegen weiterhin ohne Konsequenzen zum Besten gegeben werden.

Trotz der Einschränkungen ermutige die geplante Gesetzgebung die Menschen, die Hymne bei «geeigneten Gelegenheiten» zu singen, um so «Patriotismus auszudrücken», hiess es weiter. Das Gesetz sei notwendig, weil das Lied manchmal «in einer unverschämten Weise» verwendet und nicht genügend respektiert werde.