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International Weitere Festnahmen an der Pariser Place de la République

In Paris hat die Polizei in der Nacht eine Demonstration der Bewegung «Nuit Debout» aufgelöst. Die Polizisten setzten dabei Tränengas und Lärmgranaten gegen hunderte gewaltbereite Demonstranten ein. Es ist nicht der erste nächtliche Zusammenstoss an der Place de la République.

Legende: Video «Proteste in Paris eskalieren» abspielen. Laufzeit 1:00 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 29.04.2016.

In der Nacht ist es rund um den Platz der Republik in Paris erneut zu Zusammenstössen zwischen gewaltbereiten Demonstranten und der Polizei gekommen.

Dort randalierten nach Angaben der Polizeipräfektur mehrfach kleinere Menschengruppen der Protestbewegung «Nuit Debout». Sie bewarfen Einsatzkräfte und zündeten Fahrzeuge an. 24 Menschen wurden festgenommen, Verletzte gab es nicht.

Bei Demonstrationen gegen die Reform war es bereits am Donnerstag in mehreren französischen Städten zu Zusammenstössen gekommen. Landesweit wurden dabei nach Angaben von Innenminister Bernard Cazeneuve 124 Menschen festgenommen. Bei den Auseinandersetzungen seien 24 Polizisten verletzt worden, drei von ihnen schwer.

Grosser Widerstand gegen flexibleres Arbeitsrecht

Gewerkschaften und Jugendverbände machen seit Monaten gegen den Gesetzentwurf mobil, der das Arbeitsrecht flexibler machen soll. Die Regierung will so die hohe Arbeitslosigkeit senken. Kritiker halten die Vorschläge für unsozial und fordern ihre Rücknahme.

«Nuit Debout»

Unter dem Motto «Nuit Debout» (Nacht im Stehen) demonstrieren seit dem 31. März Nacht für Nacht enttäuschte Bürger auf dem Platz der Republik in Paris. Die Bewegung ist im Zusammenhang mit den Protesten gegen eine Arbeitsmarktreform der Regierung entstanden.

6 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Leu (tleu)
    Eigentlich müssten all die vielen französischen Arbeitslosen auf die Strasse gehen und für die Reform, und nicht dagegen demonstrieren, bzw. gegen ihre Kollegen, die die gut bezahlten Staatsjobs besetzen und auf ihrem absoluten Kündigungsschutz beharren. Ohne Arbeitsmarktform mit liberaleren Regeln, wie sie die Schweiz erfolgreich anwendet, wird es in Frankreich immer Outsider und eine grosse Arbeitslosigkeit geben. Erst wenn alle produktiv sind, kann auch wieder umverteilt werden.
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  • Kommentar von Lutz Bernhardt (lb)
    Es gibt doch nur die zwei Möglichkeiten. Entweder versucht ein jeder zu arbeiten und sein Bestes zu geben, um Werte zu schaffen. Dann geht es allen gut. Beispiel Schweiz. Oder jeder versucht, möglichst wenig zu arbeiten und möglichst viel über Umverteilung zu ergattern. Dann geht es allen schlecht. Beispiel Frankreich. Ich weiss, dies ist etwas überspitzt formuliert. Aber es beschreibt den Kern des Problems.
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  • Kommentar von Kurt Lyner (Kurt)
    Es ist traurig mit ansehen zu müssen wie eine so schönes, reiches und stolzes Land vor "die Hunde geht". Uber Generationen wurde die Bevölkerung "versozialisiert", von fleissig Arbeitenden wurde von der Sozialindustrie Nehmer und Bezüger herangezüchtet. Der Bürger will keine Verantwortung tragen, der Staat, die öffentliche Hand, die Sozialwerke sollen alles übernehmen. Wo Gewerkschaften die Politik, die Wirtschaft und somit die Bevölkerung tyrannisieren, beherrschen, bevormunden geht nichts.
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