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International Weltklimarat: Ein gutes Klima ist gar nicht so teuer

Der Weltklimarat IPCC fordert eine umfassende Energiewende, um die Erderwärmung noch auf zwei Grad begrenzen zu können. Gefordert wird unter anderem ein Umstieg auf erneuerbare Energien. Dieser sei günstiger zu haben, als bisher befürchtet.

Legende: Video «Es darf nicht alles verbrennt werden, was die Erde hergibt.» abspielen. Laufzeit 01:55 Minuten.
Aus Tagesschau vom 13.04.2014.

«Die Treibhausgasemissionen haben sich trotz der Anstrengungen zu ihrer Reduzierung verstärkt», heisst es in der Zusammenfassung des IPCC-Berichts für politische Entscheidungsträger.

Auch warnen die Experten, ohne zusätzliche Massnahmen sei eine weitere Steigerung zu erwarten. Das geht aus dem dritten Teil des IPCC-Sachstandsberichts hervor, der in Berlin vorgestellt wurde.

Neue Technologien nötig

Um das Zwei-Grad-Ziel noch zu erreichen, müssten die CO2-Emissionen bis 2050 um 40 bis 70 Prozent verringert werden, verglichen mit dem Stand von 2010. Der Anteil nicht-fossiler Energieerzeugung solle bis dahin auf mehr als 80 Prozent steigen.

Der Bericht zeigt auf: Je weniger die Emissionen bis 2030 reduziert würden, desto schneller müssten die Emissionen zwischen 2030 und 2050 sinken. Neue, wenig erprobte Technologien müssten dann unter Umständen zum Einsatz kommen, um etwa Kohlendioxid aus der Atmosphäre zu entfernen.

Legende: Video Thomas Stocker: «Die Verhandlungen waren schwierig.» abspielen. Laufzeit 01:17 Minuten.
Aus News-Clip vom 13.04.2014.

Der Schweizer Klimaforscher Thomas Stocker war bei den Verhandlungen dabei. Sie seien schwierig gewesen, sagte er im Interview mit SRF. Man habe über fünf Tage und teilweise auch Nächte debattiert.

Am Heikelsten sei der dritte Teil des Berichts gewesen. «Denn hier tauchten Fragen auf zu den Kosten des Klimawandels, aber auch zu den Massnahmen und Namen der CO2-Emmitenten», sagt Stocker. Dies betreffe vor allem die industrialisierten Staaten und die Entwicklungsländer. Und deshalb hätten diese Länder ein spezielles Augenmerk auf den dritten Teil des Berichts. Doch nun lägen die Fakten auf dem Tisch. Jetzt sei es an der Politik, die nötigen Massnahmen für das Zwei-Grad-Ziel schnell zu beschliessen.

Weniger teuer als vermutet

Eine Kernbotschaft lautet, dass dieser Wechsel nicht so teuer sei wie vermutet. Nach IPCC-Berechnungen schlägt er bei einem Wirtschaftswachstum von 1,6 bis 3 Prozent im Jahr nur mit einem Minus von rund 0,06 Prozentpunkten zu Buche.

Der Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) – kurz Weltklimarat genannt – legt alle fünf bis sieben Jahre einen Sachstandsbericht vor, in dem der wissenschaftliche Erkenntnisstand der Klimaforschung zusammengefasst wird. Der jetzige besteht aus vier Teilen, zwei davon sind schon öffentlich.

Der in Berlin vorgestellte Bericht gibt ökonomische, technologische und politische Handlungsempfehlungen. Das Treffen und der Bericht dienen der Vorbereitung der nächsten Weltklimagipfel in Peru und Ende nächsten Jahres in Paris.

Lösungen für die Schweiz

Die Schweizer Grünen haben den Bericht als «wichtige Wegleitung für die nationale aber vor allem auch lokale Politik» bezeichnet. Laut WWF Schweiz zeigt der Bericht Lösungen gegen die Erderwärmung auf. Dazu gehört die CO2-Abgabe. Die Schweiz tue also gut daran, diese Abgabe auszubauen und auf Treibstoffe auszudehnen.

Kernpunkte des Klimaberichts

Kernpunkte des Klimaberichts

Die Wasserknappheit wird sich verschärfen, Wirbelstürme werden heftiger, das Eis schmilzt schneller. Dies nur einige der aufgelisteten Kernpunkte.

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29 Kommentare

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  • Kommentar von R.Käser, Zürich
    Frage, an jene die an der Arbeit der Studien zweifeln: Hat der Smog in den Chinesischen Großstädten keinen Einfluss auf das Leben dort? Oder Frage an jene für die China zu weit weg ist. Welchen Einfluss hat die winterliche Smogglocke über Zürich welche vom Etzel aus als braune Sauce zu sehen. Egal ob die Forscher richtig liegen oder nicht, wir zerstören unsere Welt in horrendem Tempo aus Leichtsinn, Luxussucht, aus Respektlosigkeit und Raffgier. Wir nennen es wirtschaftlicher Aufschwung.
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  • Kommentar von Regula Heinzelmann, Dietikon
    In Bezug auf das Klima herrscht in der Wissenschaft keineswegs Einigkeit. Die IPCC verlangte selber von ihren Berichten, dass sie „eine Vielzahl an Meinungen und Fachkenntnissen ... widerspiegeln." (Originalzitat von der Webseite der IPCC 2011). Leider vertritt die IPCC trotzdem ausschliesslich eine Meinung, obwohl viele seriöse Wissenschaftler auf andere Resultate kommen. Der Dialog mit diesen wird systematisch verweigert. Mehr dazu in meinem Buch „Die Ökotyrannen“, Amalthea Signum Verlag.
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    1. Antwort von Emmanuela Ganzi, Altstetten
      Es herrscht sehr wohl Einigkeit. Es geht bei den unterschiedlichen Meinungen um Detailfragen.
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  • Kommentar von paul grote, 26125 oldenburg
    wärmerückgewinnung aus der abluft.energie einmal kaufen,dann mehrmals nutzen.. das schont den geldbeutel und reduziert den co2 ausstoß.oil und gas das nicht verbrannt wird stößt auch kein co2 aus.ausserdem werden die reserven geschont. paul grote info@twinspiral.net
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